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Kombi-Aus und mehr Geld: Die Ideen des neuen FIS-Vizepräsidenten Peter S.

Ex-ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel (80) stellte sich in seiner neuen Rolle als FIS-Vizepräsident den Medienvertretern. Den Kampfgeist hat der Tiroler nicht verloren – er will künftig mehr Geld lukrieren.

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FIS-Vizepräsident Peter Schröcksnadel sieht für den Skisport eine rosige Zukunft.
© HERBERT PFARRHOFER

Von Florian Madl

Wien – Was der Peter Schröcksnadel von 1993 wohl zum Peter Schröcksnadel von 2021 sagen würde? Seinerzeit, zu Beginn der Amtszeit als ÖSV-Präsident, hatte der Tiroler eine Robin-Hood-Attitüde, als es um die Vermarktungsrechte des Skiverbands ging. Jetzt, als Vizepräsident an der Seite des neuen FIS-Präsidenten Johan Eliasch, denkt der 80-Jährige eine Zentralisierung durch den Internationalen Skiverband an. Nur eines von vielen Themen, über die Schröcksnadel am Montagabend in einem Wiener Innenstadt-Café sprach. Einige Themen:

🎿 Vermarktung beim Weltverband: Gemeinsam die Rechte verkaufen „und am Ende soll mehr übrig bleiben“. Das ehrgeizige Projekt, dem eine mit 97,5 Prozent Zustimmung befürwortete Statutenänderung vorausging, nahm sich die UEFA Champions League im Fußball zum Vorbild. Das medial aufgekommene Gerücht, wonach die Expertise des ehemaligen Formel-1-Zampanos Bernie Ecclestone (90) künftig auch dem Skisport zugutekommen soll, kommentierte der 80-Jährige humorvoll: „Der ist ja noch älter als ich.“ Zwar hätte die Erfahrung des Briten durchaus großen Wert, aber er, Schröcksnadel, wisse nichts davon.

Ein Problem seien die bestehenden Verträge der Veranstalter mit Agenturen wie Infront, die teilweise bis 2030 Gültigkeit besäßen. Eine Einschränkung machte Schröcksnadel: „Einen Rechtsstreit sollte man keinen haben.“


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