Stromleitungen im Bezirk Lienz kommen unter die Erde

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Am Kartitscher Sattel verlegte die Tinetz das Kabel unterirdisch über 2,3 Kilometer entlang der Bundesstraße.
© Tinetz/Markus Fuchs

Lienz – Die letzten Winter haben vielen Gemeinden im Bezirk Lienz stark zugesetzt. Wind und Schnee brachten immer wieder Stromleitungen zu Sturz, die Menschen waren teilweise tagelang ohne Elektrizität. Sondertrupps der Tinetz mussten ausrücken, um die Stromversorgung in mühsamer und gefährlicher Kleinarbeit zu reparieren. Nun baut die Tinetz für den nächsten Winter vor und verlegt Leitungen unter die Erde.

Eine der Baustellen befindet sich im Osttiroler Lesachtal mit den Gemeinden Kartitsch sowie Ober- und Untertilliach. Kürzlich wurde die 30-kV-Freileitung im Bereich Kartitscher Sattel unter die Erde verlegt. Sobald diese Verkabelung in Betrieb ist, werden die Arbeiter die störungsanfällige Freileitung, die durch den Wald führt, demontieren.

Bei den Arbeiten kam modernste Technik einer Spezialfirma zum Einsatz. Dabei öffnet ein Kabelpflug den Boden, und gleichzeitig mit dem Verlegen werden Sensoren eingebracht, die Kabellage und Verlegetiefe anzeigen. „Der Vorteil dieser Anwendung ist die schnelle Umsetzung sowie die genaue Dokumentation“, erklärt Netzmeister Johann Fronthaler. Die Verkabelung war auf diese Weise in nur zwei Tagen erledigt. Diese Methode ist aber nur dort möglich, wo der Untergrund frei von anderen Einbauten ist. Auch im Virgental, im Defereggen, im Villgraten und im Kalsertal finden Erneuerungsarbeiten an den Leitungen statt, etwa 60 Einzelprojekte sind im Laufen, so die Tinetz.

„Eine verlässliche und störungsfreie Stromversorgung bis zu den letzten Höfen ist uns als Netzbetreiber wichtig“, begründen die Tinetz-Geschäftsführer Thomas Trattler und Thomas Rieder das Investitionspaket. (TT)


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