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Welttag des Sehens: Plötzliches Schielen als Krankheitsindiz

Schauen die Augen plötzlich über Kreuz, kann dies auf einen Tumor, eine Hirnblutung oder Erkrankung der Schilddrüse hindeuten. Ein Überblick zum Welttag des Sehens.

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Bei Erwachsenen sind die Gründe für plötzliches Schielen vielfältig.
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Innsbruck – Wer abends zu tief ins Glas schaut, dem kann unter Umständen schon einmal passieren, dass er seine Umgebung doppelt sieht. Manche Menschen klagen über dieselbe Reaktion bei starkem Föhn oder extremer Müdigkeit. Grund dafür kann hier ein verstecktes Schielen, eine so genannte Heterophorie, sein.

Im Kindesalter kann eine Fehlstellung der Augen oft mit einem Pflaster oder einer Brille behandelt werde

Diese angeborene Schielform ist kaum jemandem ein Begriff, dennoch sind bei etwa 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung die Augen von Natur aus nicht vollständig gerade ausgerichtet. Zwar sind die Augen in ihrer Ruheposition nicht parallel, „öffne ich die Augen, wird diese Fehlstellung allerdings vom Kompensationsmechanismus unseres Gehirns reguliert“, erklärt Irene Pansi, Orthoptistin in Innsbruck.

Durch übermäßigen Alkoholkonsum oder starke Müdigkeit funktioniere diese Selbstregulierung vorübergehend nicht mehr. „Das ist eines der harmlosen Doppelbilder“, beruhigt Pansi, nach oben hin sei die Palette allerdings groß.

Unterschieden werden verschiedenste Schielformen, die teils bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter, aber auch erst bei Erwachsenen auftreten können. Bei der Geburt ist das Sehvermögen noch nicht vollständig ausgebildet – es entwickelt sich im Laufe der ersten Lebensjahre.


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