Kein Durchbruch bei Atomberatungen zwischen dem Iran und der EU

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Der Vize-Außenbeauftragte der Europäische Union, Enrique Mora, und der iranische Vize-Außenminister Ali Bagheri.
© AFP

Teheran – Die Atomberatungen zwischen Vertretern der Europäischen Union und des iranischen Außenministeriums in Teheran sind ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Beide Seiten einigten sich auf eine Fortsetzung in den kommenden Tagen in Brüssel, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete.

Der Vize-Außenbeauftragte der Europäische Union, Enrique Mora, war am Donnerstag in Teheran eingetroffen. Er sollte mit der iranischen Regierung die Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Wiederherstellung des Wiener Atomabkommens von 2015 vorbereiten. Iranischen Medienangaben zufolge hat er kurz nach seiner Ankunft bereits den iranischen Vize-Außenminister Ali Bagheri, der auch das neue Atomteam des Irans leiten soll, getroffen.

Die Verhandlungen über eine Rückkehr zum Atomabkommen sind seit der iranischen Präsidentenwahl im Juni und dem Regierungswechsel in Teheran unterbrochen. Der neue Präsident Ebrahim Raisi und seine Minister gelten als Hardliner. China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland bemühen sich darum, dass die USA wieder zu dem Abkommen zurückkehren und der Iran seine Verpflichtungen wieder einhält. Das Wiener Abkommen sollte verhindern, dass der Iran Atomwaffen baut. Im Gegenzug sollten Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.

Trump kündigte Vereinbarung 2018 auf

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte die Vereinbarung 2018 aufgekündigt, Wirtschaftssanktionen gegen den Iran erneuert und auch die ausländischen Konten des Landes wieder gesperrt. Die Sanktionen sind mitverantwortlich für die die bisher schlimmste Wirtschaftskrise des Landes.

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Als Reaktion auf die US-Sanktionen begann Teheran 2019 die ihm im Abkommen auferlegten technischen Beschränkungen zu überschreiten. Unter anderem erhöhte das Land die Urananreicherung von den erlaubten 3,67 auf 60 Prozent. Dieser Reinheitsgrad bereitet vielen Ländern Sorgen, weil solches Material sehr schnell zu waffenfähigem Uran für Atomsprengköpfe weiterverarbeitet werden könnte. (APA/dpa)


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