Tiroler Verlag hat Chance auf Österreichischen Buchpreis

Der Tiroler Limbus-Verlag hat dank Daniela Chana heuer Buchpreis-Chancen. Die Autorin steht mit „Neun seltsame Frauen“ im Finale.

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Daniela Chana steht mit „Neun seltsame Frauen“ im Finale um den Österreichischen Buchpreis.
© Limbus

Wien – Der Österreichische Buchpreis wird am 8. November in Wien verliehen. Seit gestern stehen die fünf FinalistInnen um die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung fest. Neben Ferdinand Schmalz’ „Mein Lieblingstier heißt Winter“ sind Anna Baar für „Nil“, Olga Flor mit „Morituri“, Raphaela Edelbauer für „Dave“ und Daniela Chana für „Neun seltsame Frauen“ nominiert.

Chanas Erzählband ist im Innsbrucker Limbus-Verlag erschienen. Die 35-Jährige wird von der Buchpreisjury für ihre „kluge und literarisch gekonnte Erkundungsprosa“ gelobt. In „Neun seltsame Frauen“ setzt Daniela Chana, die 2019 auch beim Innsbrucker W:ORTE-Festival zu Gast war, gegenwärtige Frauenfiguren ins Verhältnis zu den neun antiken Musen. Das ermögliche „fantastische Begegnungen“, schreibt die Jury.

Baars „Nil“ wird von dieser als „verspielt hintersinniger Roman über Kraft und Untiefen guter Geschichten“ gewürdigt. Edelbauer erzähle in „Dave“ mit „galligem Witz von der Ohnmacht des Einzelnen in einer Diktatur der Weltverbesserer“. In Olga Flors „Morituri“ scheine die österreichische Gegenwart „noch schauriger und tragikomischer“. Und Ferdinand Schmalz wird für die „umgangssprachlich anmutenden elliptischen und oft abgerissenen Sätze“ seines Romandebüts „Mein Lieblingstier heißt Winter“ gelobt.

Im Vorjahr wurde Xaver Bayer für seinen Erzählband „Geschichten mit Marianne“ mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. An Leander Fischers „Die Forelle“ ging der Debütpreis in Höhe von 10.000 Euro. Für Letzteren sind heuer Anna Albinus („Revolver Christi“), Anna Feldhofer („Schnittbild“) und Clemens Bruno Gatzmaga („Jacob träumt nicht mehr“) nominiert. (jole)


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