„Sekundenschlaf“ brachte starke Haie um den Lohn

Trotz der 1:4-Niederlage gegen Fehervar verdienten sich die Haie ein Kompliment. Selbst nach 0:3-Rückstand war noch Zählbares möglich.

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Es war zum Verzweifeln – die Innsbrucker Haie rund um Torschütze Nico Feldner fanden bei vielen Chancen in der Tiwag-Arena in Fehervar-Goalie Daniel Kornakker ihren Meister.
© Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck – Die Innsbrucker Haie „killten“ sich am Freitag in den ersten 64 Sekunden im Mitteldrittel qausi selbst, weil sie sich binnen 48 Sekunden die Gegentreffer Nummer zwei und drei einfingen. Das war deswegen besonderns bitter, weil die ersatzgeschwächten Hausherren ohne Scorer Alex Dostie (Rückenschmerzen) und Daniel Jakubitzka (Bronchitis) einen ganz starken ersten Abschnitt gespielt hatten.

Denn nach frühem 0:1-Rückstand (3.) waren die Haie in den ersten 20 Minuten der Herr im Haus, fanden durch Lukas Bär, Martin Ulmer, Tim McGauley (Querlatte) oder Zach Magwood beste Möglichkeiten vor, scheiterten aber immer wieder an Fehervar-Goalie Kornakker. Und auch eine 5:3-Überzahl über 40 Sekunden ließen die Haie da ungenützt verstreichen.

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  • HC Znojmo - EC VSV 2:5 (1:1,1:2,0:2)
  • Vienna Capitals - Pustertal Wölfe 4:3 n.V. (1:0,1:3,1:0,1:0)
  • EC-KAC - Bratislava Capitals 2:3 n.P. (2:2,0:0,0:0,0:0,0:1)
  • Black Wings Linz - Olimpija Ljubljana 4:3 n.V. (0:0,1:1,2:2,1:0)
  • HC Innsbruck - Hydro Fehervar 1:4 (0:1,1:2,0:1)
  • Graz99ers - EC Red Bull Salzburg 4:5 n.P. (0:2,0:1,4:1,0:0,0:1)
  • HCB Südtirol - Dornbirn Bulldogs 2:5 (0:1,2:3,0:1)

Trotz des kapitalen Fehlstarts ins zweite Drittel und nach einem Time-Out von Headcoach Mitch O‘Keefe tauchten die Haie wieder auf und verkürzten durch den vierten Saisontreffer von Nico Feldner zum 1:3 (27.). Goalie Rene Swette bewahrte die Tiroler in Minute 40 mit einer großen Rettungstat vor dem vierten Gegentreffer.

Knapp 2000 Eishockey-Fans honorierten auch im Schlussdrittel, dass die Haie ihr ganzes Herz auf das Eis in der Tiwag-Arena legten. Antonin Boruta (46.) und Joel Messner (47.) hatten mit Topchancen den Anschlusstreffer auf der Schlägerschaufel, am ungarische Hexer namens Daniel Kornakker scheiterte wenig später auch Ulmer (51.). Es war zum Verzweifeln, dass der große Aufwand nicht belohnt wurde.

Die Haie nahmen Swette aus dem Kasten, um im Finish doch noch ranzukommen. Stattdessen traf Petan zum 1:4. „Mit den zwei billigen Toren im zweiten Drittel haben wir uns selber das Genick gebrochen. Von den Chancen waren wir sicher ebenbürtig“, seufzte Feldner.


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