Tanktouristen sollen Gros der CO2-Abgabe bezahlen

Das Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria hat errechnet, dass 30 Prozent der ab kommendem Jahr geplanten CO2-Abgaben Ausländer über den Tanktourismus einzahlen werden.

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© TT/Rachlé

Wien – Die Bepreisung von CO2 soll in Österreich ab dem Jahr 2022 jährlich einen Milliardenbetrag einbringen – der dann als Klimabonus an die Bürgerinnen und Bürger wieder ausgeschüttet wird. Etwa 30 Prozent dieses Betrages werden dabei über den Tanktourismus von Ausländern eingezahlt, wie das liberale Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria errechnet hat. Die neue Abgabe wird zwar zu weniger Tankstopps ausländischer Kraftfahrzeuge am Weg durch Österreich führen, dieser Rückgang dürfte laut Meinung der Experten aber gering ausfallen.

Das Aufkommen der CO2-Abgabe soll 2022 – für ein halbes Jahr – etwa 550 Mio. Euro ausmachen und bis 2025 auf 1,81 Milliarden Euro steigen. Selbst wenn ein Rückgang beim Tanktourismus aufgrund der Steuer angenommen wird, soll die CO2-Abgabe nach Berechnung von EcoAustria 2025 nur 40 Millionen Euro weniger (1,77 Milliarden Euro) betragen, davon sollen dann 520 Millionen Euro aus der Betankung ausländischer Fahrzeuge stammen. Die Auswirkungen auf das Budget der Republik wären aber wesentlich stärker, da die Mineralölsteuer, die ein Vielfaches der CO2-Abgabe beträgt, auch zurückgeht, dafür aber noch Mehrwertsteuer dazukommt. Unterm Strich wird der Rückgang des Tanktourismus doch mit um etwa 400 Millionen Euro geringeren Einnahmen im Budget zu Buche schlagen. (TT, APA)


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