Schulleiter und -psychologen warnen vor Squid Game

Die Serie „Squid Game“ bricht auf Netflix alle Rekorde, Schulpsychologen warnen Eltern davor, es Kinder sehen zu lassen.

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Spieler kämpfen auf Leben und Tod: Kinder spielen die brutale Serie nach.
© Netflix/Park

Von Liane Pircher

Innsbruck – Netflix selbst überschlägt sich wegen des großen Erfolges der neuen Serie seit Wochen mit Jubelmeldungen. „Squid Games“ ist weltweit in aller Munde und die Zuschauerzahlen sind so gut, dass der südkoreanische Neunteiler zur erfolgreichsten Serie überhaupt werden könnte. Allein auf Tiktok wurde der Hashtag #squidgame mehr als 24 Millionen Mal verwendet. Der Inhalt: 456 Menschen bekämpfen einander in blutigen „Kinderspielen“

Die Serie macht nicht zuletzt deshalb auch andere Schlagzeilen: In mehreren Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und Belgien, gibt es wegen der Serie gehäuft Probleme in Schulen. Offenbar nehmen sich manche Schülerinnen und Schüler die Geschichte zum Vorbild und spielen brutale Szenen in den Pausen nach. An vielen Schulen ist es anscheinend zu so heftigen Vorfällen gekommen, dass mittels Elternrundschreiben vor der Serie gewarnt wird. Vor allem jüngere Kinder – die Serie ist erst ab 16 Jahren – sollten das nicht anschauen.

Erschrocken über „so viel Brutalität“ zeigt sich auch Brigitte Thöny, Leiterin der Schulpsychologie des Landes. Bei der Anlaufstelle für Eltern sowie Lehrer ist die Serie zwar noch nicht als Problem an Tiroler Schulen aufgeschlagen, „aber wahrscheinlich wird es das bei dem Hype zeitverzögert tun“. Thöny erinnert die aktuelle Situation an die fatale Auswirkungen von „Tote Mädchen lügen nicht“. Deshalb, so Thöny, sollte man Eltern früh genug vor den negativen Folgen eines Konsums der Serie warnen.


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