Der Name war Programm: „Die Streif steht für Extreme“

Nichts für schwache Nerven und schwache Knie: Die erste World Extreme Run Challenge in Kitzbühel brachte Tiroler Sieger – und jede Menge Action.

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Susanne Mair holte sich den Sieg.
© Alexander Sael

Von Roman Stelzl

Kitzbühel – Einmal von Kitzbühel aus die berüchtigte Streif mit ihrer steilen Mausefalle hinauf ist ja okay – aber dann auch wieder so schnell wie möglich runter? Das ist selbst für gestandene Bergläufer eine grenzwertige Herausforderung. Und da wundert es wenig, dass im Gespräch mit Susanne Mair, der Siegerin eben jener „Challenge“, ein ums andere Mal der Superlativ herhalten muss.

Einmal Streif und zurück: Auf der Streif mit einer Steigung von bis 85 Prozent waren gestern viele auf allen Vieren unterwegs.
© Alexander Sael

Die Osttirolerin gewann gestern eine Woche nach Gesamtrang zwei bei der Tour de Tirol die Premiere der „World Extreme Run Challenge“. Und auch wenn die Beine schwer waren, wollte sich Mair, die im Winter schon das „Vertical Up“ auf der Streif gewonnen hat, diesen Lauf nicht entgehen lassen. „Normalerweise gibt es keine Läufe, wo du auf so steilen Abschnitten wieder bergab musst. Das ist schon sehr riskant und eine richtige Challenge. Das ist wirklich ein extremes Rennen – aber die Streif steht nun mal für Extreme“, sagte Mair und legte nach: „Dieses Rennen hat Potenzial, das Flair in Kitzbühel mit dem Start im Zentrum ist einfach ganz speziell.“

Insgesamt galt es auf dem Kurs der Ski-Weltcup-Strecke rauf und runter 9,2 Kilometer sowie gut 900 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Neben Mair gab es auf der vollen Distanz auch einen weiteren Tiroler Sieger: Die beiden Stubaier Alexander Hutter, der auf Rang eins geführt wurde, und Christian Stern kamen nach flotten 1:00:56 Stunden zeitgleich ins Ziel – Stern, der auch das reine Aufstiegs-Rennen in 42:16 gewann, benötigte für den Abstieg damit gerade mal 18 Minuten. Damen-Siegerin Mair belegte in 1:11:00 unter den 93 Startern Rang acht. Im Bergauf-Bewerb hatte bei den Damen Österreichs Straßenlauf-Ass Julia Mayer die Nase vorne.

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