WSG Tirol erkämpfte in Unterzahl zuhause gegen Hartberg ein 2:2-Remis

Die WSG Tirol bleibt das Schlusslicht der Bundesliga: Beim 2:2 zuhause gegen den TSV Hartberg am Sonntag durften sich die Wattener zumindest als moralischer Sieger fühlen.

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Kurz vor dem Pausenpfiff gelang der WSG durch Petsos der Ausgleich.
© EXPA/STEFAN ADELSBERGER

Innsbruck – Die WSG Tirol fand am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Hartberg nicht auf die Siegerstraße zurück. Die Elf von Trainer Thomas Silberberger erkämpfte sich aber zumindest einen Punkt, lag gegen die Oststeirer zweimal zurück und spielte die letzte Viertelstunde nach einer Roten Karte für Tormann Ferdinand Oswald in Unterzahl.

Manfred Gollner hatte die Gäste bereits in der 4. Minute durch einen Foulelfmeter in Führung gebracht, Thanos Petsos glich mit dem Pausenpfiff aus. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel traf Donis Avdijaj (49.) zum 1:2. Der sehenswerte Ausgleichstreffer ging auf das Konto von Maxime Awoudja (84.). Zu diesem Zeitpunkt spielte die WSG in Unterzahl, weil Oswald nach einer Notbremse Rot gesehen hatte. Zudem musste der Kapitän schwer verletzt (Verdacht auf Kreuzbandriss) vom Feld transportiert werden.

⚽ Bundesliga, 11. Spieltag

  • WSG Tirol - TSV Hartberg 2:2 (1:1). Tore: 0:1 ( 4.) Gollner (Foulelfmeter), 1:1 (44.) Petsos, 1:2 (49.) Avdijaj, 2:2 (84.) Awoudja. Rote Karte: Oswald (79./Torraub/WSG)
  • LASK - Wolfsberger AC 0:1 (0:0). Tor: 0:1 (55.) Baribo
  • Sturm Graz - SV Ried 1:0 (1:0). Tor: 1:0 (31.) Jantscher

Samstag:

  • Austria Wien - FC Admira 2:2 (1:1)
  • Austria Klagenfurt - Rapid Wien 1:1 (0:1)
  • SCR Altach - Red Bull Salzburg 1:1 (1:1)

Zum Spielverlauf: Oswald stand schon früh im Mittelpunkt. Der Schlussmann verursachte mit einer indisponierten Attacke gegen Jürgen Heil den Elfmeter, der zum 0:1 führte. Gollner verwandelte den Strafstoß mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck (4.).

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Das Heimteam, das nach wenigen Sekunden durch Thomas Sabitzer (1./Kopfball drüber) die erste Chance vorgefunden hatte, erarbeitete sich danach ein Übergewicht mit dem Ball. Zumeist war aber an zweikampfstärkeren Hartbergern Endstation.

In der 17. Minute gab es auch im Strafraum der Steirer Elfmeteralarm. Giacomo Vrionis spektakulärer Sturz nach Haken gegen Matija Horvat war zu wenig für einen Elfmeterpfiff (17.). Fünf Minuten später wühlte sich Sabitzer zur Topmöglichkeit, setzte den Ball aus schwierigem Winkel knapp am langen Eck vorbei (22.).

Die verhängnisvolle Szene in der 79. Minute: Ferdinand Oswald verletzte sich bei seiner missglückten Rettungstat gegen Nemanja Belakovic und sah zudem wegen Torraubs Rot.
© GEPA pictures/ Patrick Steiner

Der verdiente Ausgleich glückte den Tirolern kurz vor der Pause. Nach einem per Kopf unzureichend geklärten Freistoß nahm Petsos am Strafraumeck Maß, der Schlenzer schlug sehenswert rechts unten ein (44.).

Kalte Dusche und große Moral

Die Hoffnung auf den zweiten Saisonsieg erhielt aus Tiroler Sicht gleich nach dem Seitenwechsel wieder einen Dämpfer. Erneut patzte die Hintermannschaft früh. Der gesundete Innenverteidiger Awoudja ließ Avdijaj gewähren und dieser schoss trocken zu seinem zweiten Saisontor ein.

Wir hätten dieses Spiel heute schon gewinnen können, am Ende des Tages musst du froh sein, dass du in Unterzahl noch den Punkt holst. Jetzt heißt es Profi zu sein. Das heißt nicht nur ein schönes Leben führen, sondern permanent die Physis in Anspruch nehmen, im Kopf auch Profi zu sein. Das vermisse ich bei einigen.
Thomas Silberberger, WSG-Trainer

Die WSG überstand in der Folge einige brenzlige Momente und fand mit einem Sabitzer-Kopfball nach Flanke von Renny Smith eine ausgezeichnete Ausgleichsmöglichkeit vor (69.). Zehn Minuten später verloren die Tiroler Oswald, der nach einem Foul an Nemanja Belakovic knapp außerhalb des Strafraums die Rote Karte sah und sich zudem möglicherweise schwer verletzte. Der 30-Jährige wurde mit der Trage vom Feld gebracht.

Dennoch stimmte im Tiroler Team die Moral: Awoudja nahm einen langen Ball mit dem Knie an, verwandelte dann volley - und machte so auch seinen Bock vor dem 1:2 wieder gut.

In der Tabelle liegen die Tiroler weiterhin auf dem letzten Platz. Ein Zähler fehlt auf Altach und den LASK. Die Linzer verloren am Sonntag zuhause gegen den WAC 0:1. Kommende Woche ist die WSG auswärts bei der Admira zu Gast (Samstag, 17.00 Uhr). (TT.com, APA)

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