Aus Protest gegen Corona-Maßnahmen: Von Kontrollpunkt davongefahren

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Eine Tirolerin sah Covid-Ausreisekontrollen durch das Bundesheer als verfassungswidrig und brauste davon. Ein Soldat musste ausweichen.
© Böhm

Innsbruck – Ganz gleich wie man über die Corona-Maßnahmen denkt, man sollte den Behörden Folge leisten. Dass dies ratsam ist, erfuhr gestern am Landesgericht eine den Maßnahmen der Regierung kritisch gegenüberstehende Tirolerin. Sie war heuer auf einer Talstraße in eine an sich bekannte Covid-Ausreisekontrolle gekommen. Anstatt Test, Impfbestätigung oder Ausweis zu zeigen, hatte die Dame jedoch vielmehr sportliche Betätigung im Sinn.

Als sie dann auch noch zwei Soldaten des Bundesheers im Assistenzeinsatz für die Polizei zur Kontrolle baten, war es endgültig aus: So verwies die Frau auf ihre vermeintlich verfassungsmäßigen Rechte, meinte, dass sie nur kurz Zeit hätte, und rief den Soldaten zu: „Ihr dürft mich nicht kontrollieren!“ Schon wenig später sprang der Pkw der Mutter an.

Darauf waren Rückwärts- und Vorwärtsgang schneller eingelegt, als einer der Soldaten das Scherengitter noch über die Straße ziehen konnte. Nachdem er dem Auto noch ausweichen musste, schrien die Soldaten der Frau unter Haltezeichen noch so laut nach, dass Mitarbeiter aus einem nahen Betrieb gestürmt waren.

Die Talausfahrt ohne aktuellen Test endete gestern mit einer Vorstrafe wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Wegen Einkommenslosigkeit blieb es bei zur Hälfte bedingten 1440 Euro. Die Verurteilte: „Ich bin über die Verurteilung sprachlos. Da geh ich gleich ins Gefängnis!“ (fell)


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