Nach tödlicher Explosion im Kühtai ermittelt die Staatsanwaltschaft

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Kühtai – Der tragische Tod eines Arbeiters bei einer Explosion in einem Stollen im Kühtai ist jetzt ein Fall für die Innsbrucker Staatsanwaltschaft: „Wir ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung“, bestätigt Hansjörg Mayr, Sprecher der Staatsanwaltschaft: „Die Obduktion der Leiche wurde angeordnet. Außerdem wird ein Sachverständiger für Sprengwesen mit einem Gutachten beauftragt.“

Aber schon jetzt zeichnet sich ab, wie es am Mittwoch gegen 19 Uhr zur Tragödie beim Bau eines Stollens im Bereich des Kühtaier Kraftwerks kommen konnte. „Wir führen dort täglich fünf Sprengungen durch, für die wir jeweils rund 100 Sprengkapseln samt Sprengstoff verwenden“, erklärt Bauleiter Hannes Pircher von der Tiwag. „Eine Kapsel war ein Blindgänger, ist also nicht wie vorgesehen explodiert.“ Bei den anschließenden Bohrarbeiten habe ein Arbeiter die Kapsel angebohrt und so die Explosion ausgelöst. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. „Wir sind zutiefst betroffen“, drückt Tiwag-Chef Johann Herdina den Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus. (tom)


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