Urteil im Seeber-Prozess wohl am 8.11., Pflegerin wegen Diebstahls verurteilt

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Richter Andreas Mair sitzt dem Seeber-Prozess vor.
© De Moor

Innerhalb zweier Prozesstage gegen Ex-EU-Parlamentarier Richard Seeber und einen rumänischen Bekannten wegen angeklagter Vorlage von Berater-Scheinrechnungen an das EU-Parlament hörte der Schöffensenat bereits die Aussagen der Angeklagten und etlicher Zeugen. Letztere be- und entlasteten am Mittwoch den derzeit suspendierten Leiter des Tirol-Büros in Brüssel. Richter Andreas Mair hört deshalb noch an einem dritten Prozesstag eine Hauptbelastungszeugin persönlich. Die einstige Assistentin konnte von Richter Mair in Belgien ausfindig gemacht werden. Der Prozess kann deshalb laut Verteidiger Markus Orgler am 8. November stattfinden. Am Ende soll es ein Urteil zu den Betrugs-Vorwürfen geben.


Sie habe die Sachen im Second-Hand-Laden gekauft, oder sie seien ihr überlassen worden: Mit mehreren Versionen verteidigte sich gestern am Landesgericht eine 59-jährige Pflegerin gegen den Vorwurf des schweren gewerbsmäßigen Diebstahls. Demnach habe sie etliche Gegenstände aus dem Haus einer älteren Dame mitgehen lassen, die sie sechs Wochen lang betreute. Nachdem dies eine Nachbarin bemerkt hatte, fanden sich unter anderem zwei teure Uhren und über 30 hochwertige Parfums im Gepäck der Angeklagten, zum Teil in Geheimfächern. Im Laufe des Prozesses gab die rumänische Staatsbürgerin dann aber doch zu, die Dinge nicht gekauft zu haben. Die Angeklagte blieb jedoch dabei, dass man ihr das Mitnehmen von Gegenständen erlaubt hätte, denn „Erben sind keine da, alles würde an den Staat fallen“. Nicht glaubwürdig für das Gericht. Fünf Monate bedingte Haft und 480 Euro folgten letztlich nicht rechtskräftig wegen versuchten schweren Diebstahls. (fell, mac)

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