CDU wählt Hendrik Wüst zum neuen Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen

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Hendrik Wüst.
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Bielefeld – Hendrik Wüst ist der neue Vorsitzende der CDU im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Bei einem Landesparteitag in Bielefeld wurde der Landesverkehrsminister und designierte Ministerpräsident am Samstag mit 98,3 Prozent zum Nachfolger von Armin Laschet gewählt. Der 46-jährige Wüst hatte keinen Gegenkandidaten. Nach der Wahlniederlage im Bund wurden damit die Weichen für die Landtagswahl im Mai kommenden Jahres gestellt.

Der CDU-Bundesvorsitzende und bisherige Kanzlerkandidat Armin Laschet räumte in seiner Abschiedsrede als nordrhein-westfälischer Parteichef und Ministerpräsident auf dem Landesparteitag Fehler im Wahlkampf ein. "In der Tat habe auch ich Fehler gemacht und die Verantwortung für dieses Ergebnis übernommen", so der 60-Jährige. Entscheidend für den Ausgang sei aber die Frage der Geschlossenheit gewesen. Und hier habe die SPD einer Erhebung zufolge deutlich besser ausgesehen als die Union.

Laschet: "Bewahrt Euch diese Geschlossenheit"

In Nordrhein-Westfalen sei die Situation aber anders, rief Laschet den über 600 Delegierten zu. "Bewahrt Euch diese Geschlossenheit", postulierte Laschet und erhielt nach dem Ende seiner Rede rund fünf Minuten stehende Ovationen.

Wüst erzielte mit 645 von 656 Stimmen ein Ergebnis von 98,3 Prozent. Die CDU will den 46-Jährigen am Mittwoch kommender Woche im Landtag zum Nachfolger Laschets als Ministerpräsident wählen lassen. Laschet hatte angekündigt, das Amt des Ministerpräsidenten mit der Annahme seines Bundestagsmandats am Dienstag (26. Oktober) niederzulegen.

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Wüst ist seit 2017 Verkehrsminister in Nordrhein-Westfalen. Seit 2013 ist er zudem Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU in Nordrhein-Westfalen. Der Rechtsanwalt und passionierte Jäger war 2006 bis 2010 Generalsekretär der Landes-CDU, musste aber damals zurücktreten, als bekannt wurde, dass die CDU potenziellen Parteispendern Einzelgespräche mit einem der Vorgänger Laschets, Jürgen Rüttgers, angeboten hatte. Vor der Wahl im Mai hat Wüst nun rund ein halbes Jahr Zeit, sich in dem neuen Amt zu profilieren. (APA/dpa/Reuters)


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