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Intensivmediziner fordern frühere Verschärfungen

Die von der Bundesregierung am Freitag verschärften Corona-Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte müssten rascher umgesetzt werden, appelliert Intensivmediziner Walter Hasibeder.

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Bei einer Belegung von 400 Intensivbetten (Auslastung 20 Prozent) gilt nur noch die 2-G-Regel. Ein negativer Test wird als Zutrittsvoraussetzung nicht mehr anerkannt, der Druck auf Nichtgeimpfte steigt.
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Innsbruck, Wien – Freitagabend haben sich Bundesregierung und Landeshauptleute auf eine Erweiterung des Corona-Stufenplans geeinigt. Ab Stufe 4 mit einer Belegung von österreichweit 500 Intensivbetten haben künftig etwa in der Hotellerie, der Gastronomie, bei Veranstaltungen sowie im Krankenhaus oder Pflegeheim nur noch Geimpfte und Genesene (2 G) Zutritt. Ab einer Belegung von 600 Intensivbetten werden Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte erlassen. Damit wird der Druck auf Nichtgeimpfte, sich doch immunisieren zu lassen, deutlich erhöht. „Ich werde es als Bundeskanzler nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet wird, weil wir noch zu viele Zögerer und Zauderer haben“, sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg nach der Videokonferenz mit den Länderchefs.

Die Stufe 3 tritt übrigens sofort nach Erreichen einer Belegung von 400 Betten auf den Intensivstationen in Kraft, außerdem gilt bei der 3-G-Regelung nur noch ein PCR-Test – auch im Job.

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) verweist darauf, dass man alles daransetzen werde, nicht in die Nähe der kritischen Marke von 33 Prozent zu kommen. „Die neuen Schritte betreffen vor allem Menschen ohne Impfschutz. Wir werden Geschützte und Getestete unterscheiden.“ Für Mückstein gibt es eine Alternative zu den Stufen und Einschränkungen: „Die Impfung.“

Intensivmediziner Hasibeder für strikteres Vorgehen

Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin, Walter Hasibeder, hätte sich ein noch strikteres Vorgehen der Politik gewünscht.


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