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Forscher zu Causa Kurz: „Demokratisierung ist das Gegengift zu Männerbünden“

Erziehungswissenschafter Paul Scheibelhofer forscht zu Männerbünden. Die derzeitige Krise lege offen, wie diese die Gesellschaft vergiften. Beteiligung laute der Ausweg.

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Sebastian Kurz begeisterte. Chats legten Machtstrategien offen.
© APA

Innsbruck – Dieser Tage ist viel vom „System Kurz“ die Rede. Für Paul Scheibelhofer, Assistenzprofessor am Institut für Erziehungswissenschaft, ist dieses System ein klassischer Männerbund.

Sind Männerbünde ein bewährtes System?

Paul Scheibelhofer: Männerbünde haben eine lange Tradition. Um die Jahrhundertwende etwa wurden sie in philosophischen Schriften noch ausdrücklich gelobt. Mittlerweile bekennen sich nur noch wenige Gruppen dazu, männerbündisch zu sein. Das heißt aber nicht, dass Männerbünde verschwunden sind, insbesondere dort, wo es um Macht und Geld geht. Während man sich nach außen modern und aufgeklärt gibt, bestehen männerbündische Strukturen auf der Hinterbühne weiter. Die Chatprotokolle haben das entlarvt.

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