Oswald Kollreider: Ein Maler, wie er im Buche steht

Ein neuer Bildband beleuchtet Leben und Schaffen des Kartitscher Malers Oswald Kollreider (1922–2017).

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Eleonora Bliem-Scolari, Leo Andergassen (l.) und Maler-Neffe Oswald L. Kollreider präsentierten den Bildband auf Schloss Bruck.
© Oblasser

Von Catharina Oblasser

Lienz – „Er war ein ewig Suchender, volle Zufriedenheit hat er meiner Meinung nach nie erreicht.“ So beschreibt die Kunsthistorikerin Eleonora Bliem-Scolari den Maler und Grafiker, über den sie eine umfangreiche Monografie geschaffen hat: Oswald Kollreider. Der Künstler stammte aus Kartitsch und blieb seiner Heimat Osttirol bis zum Tod im Jahr 2017 eng verbunden – trotz seiner zahlreichen Bildungsreisen in alle Welt.

Am Sonntag wurde der neue Bildband auf Schloss Bruck präsentiert. Neben der Autorin waren Leo Andergassen, Direktor des Südtiroler Landesmuseums, und einer der Neffen des Künstlers, Oswald Leonhard Kollreider, dabei. Von beiden Männern finden sich Beiträge in dem Buch, der Neffe ist weiters der Herausgeber und Nachlassverwalter des Künstlers.

Kollreider, der in Kartitsch aufwuchs und später nach Strassen zog, schuf trotz seiner Kriegsverletzung, die ihn zwei Finger seiner rechten Hand kostete, ein umfangreiches Werk. Kunst im öffentlichen Raum gehört ebenso dazu wie Porträts und Selbstporträts, Landschaftsbilder, Akte und Gemälde mit sakralen Motiven.

Einer bestimmten künstlerischen Strömung ließe sich der Maler nicht zuordnen, erklärte Leo Andergassen im Zuge der Präsentation. „Dieses Buch liefert eine neue Basis, um Oswald Kollreider gerecht zu werden.“ Eleonora Bliem-Scolari war es wichtig, einen neuen Aspekt des Künstlers darzustellen und „das Hintergründige hervorzuarbeiten“, wie sie sagte.

„Oswald Kollreider 1922–2017, expressiv, impulsiv, spirituell“ ist im Haymon Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.


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