Deutsche Regierung hofft auf Umdenken von Kimmich in Impffrage

Der Mittelfeldspieler des FC Bayern hätte „als einer, auf den Millionen schauen, erst recht eine Vorbildwirkung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

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Joshua Kimmich ist aktuell in einer Impf-Debatte um seine Person gefangen.
© CHRISTOF STACHE

München – Die Impfskepsis von Bayern Münchens Fußball-Star Joshua Kimmich ist zum Politikum geworden. Die deutsche Bundesregierung formulierte am Montag die Hoffnung, dass sich der deutsche Nationalspieler doch noch gegen das Coronavirus impfen lassen werde. Denn auch wenn alle Fragen berechtigt seien, gebe es zur Art und Wirkung der Impfstoffe oder möglichen Impffolgen „klare und überzeugende Antworten" nationaler und internationaler Experten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Er hoffe daher, „dass Joshua Kimmich diese Informationen alle noch mal auf sich wirken lässt und sich dann auch vielleicht für die Impfung entscheiden kann", sagte Seibert. „Denn als einer, auf den Millionen schauen, hätte er dann erst recht Vorbildwirkung."

Kimmich hatte am Samstag bestätigt, dass er noch ungeimpft sei. Es gebe „ein paar Bedenken - gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht". Gleichzeitig schloss er eine Impfung nicht grundsätzlich aus. Es sei „sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse".

Kimich sei „ganz schlecht beraten", urteilte indes die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx. Der 26-Jährige sei ein Vorbild, dem Millionen Menschen zuhören würden. „Es kommt jetzt darauf an, gut aufzuklären, dass es diese Form von Langzeitwirkungen nicht gibt. Dass die Leute jetzt nicht denken, weil er Sorge hat, muss ich auch Sorge haben", sagte Buyx. (APA, dpa)


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