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Sorge in Kundl: Verkauf von Sandoz steht auf dem Prüfstand

Die Sandoz-Mutter Novartis startet einen Prozess zur möglichen Abspaltung der Sparte mit Generika und will alle Optionen prüfen. Im Land zeigt man sich alarmiert.

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Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will den Wert seiner Generikatochter Sandoz für die Aktionäre maximieren und hat eine strategische Überprüfung der Sparte lanciert.
© Ruß

Kundl, Basel – Für Aufregung sorgte gestern die Meldung, dass Novartis seinen Standort Sandoz „auf den Prüfstand“ stellen will. Konzernchef Vasant Narasimhan erklärte, dass das Unternehmen eine strategische Überprüfung seiner Generikasparte eingeleitet habe. Dabei würden alle Optionen – bis hin zur Trennung von Sandoz – geprüft. Überraschend ist dies auch, da Novartis aktuell 150 Mio. Euro in den Standort Kundl investiert. Dafür erhielt der Konzern auch 50 Mio. Euro an Zuschüssen aus verschiedenen Finanzierungspools. 45 Mio. Euro steuerte der Bund bei und fünf Mio. Euro das Land Tirol.

Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) erklärte auf Anfrage der TT, dass er in dieser Sache bereits in engem Kontakt mit Sandoz stehe. „Wichtig ist mir, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht verunsichert werden. Das Management hat mir gegenüber beteuert, dass es sich dabei um einen Routineprozess handelt und weder der Standort noch Arbeitsplätze in Gefahr seien“, so der Landeshauptmann. Er werde aber weiterhin engen Kontakt mit dem Unternehmen halten, um mögliche Auswirkungen auf den Standort und die Mitarbeiter so früh wie möglich zu erkennen.


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