Keine Ausnahme für Ungeimpfte bei den Australian Open

Sollte es bei der Absage einer Ausnahmegenehmigung bleiben, dürften wohl einige Asse in Melbourne fehlen. Denn laut ATP und WTA-Angaben sind derzeit nur gut 60 Prozent der Spielerinnen und Spieler geimpft.

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Ein Antreten von Novak Djokovic in Melbourne im kommenden Jahr ist noch nicht sicher.
© DAVE HUNT via www.imago-images.de

Melbourne – Der australische Bundesstaat Victoria hat am Mittwoch bekräftigt, ungeimpften Spielern keine Ausnahmebewilligung für die Teilnahme an den Australian Open in Melbourne zu erteilen. "Wir werden keine Ausnahmegenehmigung beantragen. Die Angelegenheit ist also im Grunde genommen erledigt", erklärte Victorias Premierminister Daniel Andrews.

Damit erteilte er einer zuvor getätigten Ankündigung von Australiens Regierungschef Scott Morrison eine Absage. Dieser hatte erklärt, dass nicht gegen das Coronavirus geimpfte Spielerinnen und Spieler in das Land einreisen dürfen, wenn sie eine Ausnahmegenehmigung inklusive zweiwöchiger Quarantäne erhalten. Diese müsse der gastgebende Bundesstaat Victoria in ihrem Namen beantragen, so Morrison.

60 Prozent der Spielerinnen und Spieler geimpft

Anfang der Woche war eine Nachricht der Frauen-Profivereinigung WTA durchgesickert, wonach auch Ungeimpfte am Major-Turnier im Jänner teilnehmen könnten, sofern sie sich davor in eine zweiwöchige Quarantäne begeben würden. Der gastgebende Bundesstaat Victoria schloss dies nun aber neuerlich aus.

Sollte es dabei bleiben, dürften wohl einige Asse in Melbourne fehlen. Denn laut ATP und WTA-Angaben sind derzeit nur gut 60 Prozent der Spielerinnen und Spieler geimpft. Der rekonvaleszente Dominic Thiem hatte vor zwei Wochen angegeben, dass er auf einen seiner meiner Meinung nach geeigneteren Impfstoff warte. Titelverteidiger Novak Djokovic hat seine Teilnahme unlängst offen gelassen, der Serbe macht keine Angaben zu seinem Impfstatus. (APA/Reuters/sda)


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