50 Kilometer Lkw-Stau nach Unfall auf A12 bei Kundl mit zwei Verletzten

Bei einem Unfall auf der Inntalautobahn bei Kundl wurden am Mittwoch um die Mittagszeit zwei Lkw-Fahrer verletzt. Ein ungewöhnlich langer Stau baute sich auf.

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Zwei Lkw prallten bei Kundl zusammen.
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Kundl – Ein Unfall auf der Inntalautobahn A12 bei Kundl hat am Mittwoch in Fahrtrichtung Innsbruck einen etwa 50 Kilometer langen Lkw-Stau verursacht. Laut Polizei fuhr ein 33-jähriger Lkw-Lenker zu Mittag in Schrittgeschwindigkeit auf dem Pannenstreifen. Ein nachkommender 57-jähriger Lastwagenfahrer fuhr laut Polizei auf der rechten Fahrspur und kam aus unbekannter Ursache immer weiter nach rechts, bis er den Sattelanhänger es Lasters auf dem Pannenstreifen touchierte. Dieser wurde quer über beide Fahrstreifen geschoben. Beide Lenker wurden bei dem Unfall verletzt. Sie wurden nach der Erstversorgung mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus gebracht.

Die Unfallfahrzeuge blockierten die gesamte Fahrbahn. Für die Aufräumarbeiten musste die Fahrtrichtung Innsbruck komplett gesperrt werden, woraufhin sich laut Deutscher Presseagentur (dpa) ein 50 Kilometer langer Lkw-Stau zwischen München Süd und der österreichischen Grenze bildete. Ein Sprecher der Polizei sprach gegenüber der dpa von einem „ganz außergewöhnlich langen“ Stau, der über die A93 bis zur A8 Höhe Holzkirchen reichte. Auch Autofahrer seien nur langsam voran gekommen.

📽️ Video | Schwerer Lkw-Unfall auf der Inntalautobahn

ADAC schiebt Stau auf Blockabfertigung

Der deutsche Automobilclub ADAC sah die Ursache dafür in der Blockabfertigung Österreichs, mit der verhindert werden soll, dass sich der Lkw-Verkehr auf der Inntalautobahn und im Raum Innsbruck staut. Dies sei zum Beispiel der Fall, wenn Lkw-Fahrer wegen eines Feiertags in Österreich auf deutscher Seite warten und nach dem Auslaufen des Lkw-Fahrverbots nahezu gleichzeitig losfahren. Dafür nehme man Verkehrsbehinderungen in Deutschland in Kauf, so der ADAC. Ein Sprecher der Asfinag bestätigte zwar das Fahrverbot am Feiertag, meinte aber, dass die wartenden Lkw am späten Vormittag wohl schon längst die österreichische Grenze passiert hätten.

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Gegen 14 Uhr konnte die Überholspur wieder für den Verkehr freigegeben werden, der Stau löste sich laut Polizei jedoch nur sehr langsam auf. (TT.com)

Der Unfall hatte eine Totalsperre zur Folge.
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