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500.000 Kurz-Wähler wandern ab, Comeback möglich

Die ÖVP-Affäre sorgt in den Umfragen für einen Absturz der Kanzlerpartei. Eine enorme Verschiebung auf dem Wählermarkt könnte das eherne Gesetz „Keine Koalition ohne ÖVP“ außer Kraft setzen.

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Im Wahlkampf 2019 startete Sebastian Kurz seine „Bergauf Österreich“-Tour. Jetzt geht es für ihn und seine ÖVP steil bergab.
© Neue Volkspartei/Glaser

Von Michael Sprenger

Wien – Nach dem erfolgreichen Misstrauensantrag gegen das Kabinett Sebastian Kurz I schaltete die ÖVP sofort um auf Wahlkampfmodus. Das Volk sei entscheidend, nicht das Parlament, nicht das Hohe Haus der Volksvertreter. Er, Kurz, denunzierte das Parlament und ging auf das Volk zu. So lautete die Inszenierung. In den Sommermonaten des Jahres 2019 wurde daraufhin die „Bergauf Österreich“-Tour gestartet. Anhänger durften einzelne Etappen mit dem türkisen Superstar wandern. Das Ziel war das Kanzleramt. Es wurde fulminant erobert.

Doch nach der ÖVP-Korruptionsaffäre ist der 35-Jährige bereits zum zweiten Mal Ex-Kanzler. Einer Abwahl durch das Parlament kam er dieses Mal zuvor. Nach parteiinternem Druck, vor allem aus Niederösterreich, machte er seinen Sessel frei für Alexander Schallenberg.


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