Heuer bereits 24 Verkehrstote in Tirol: VCÖ fordert mehr Maßnahmen

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Wien, Innsbruck – In den kommenden Tagen wird zu Allerheiligen der Verstorbenen gedacht. 1179 Menschen verloren seit dem Jahr 2000 bei Verkehrsunfällen allein in Tirol ihr Leben. Österreichweit kamen seit 2000 gar 13.475 Menschen bei Unfällen seit dem Jahr 2000 ums Leben, macht der VCÖ aufmerksam. Und betont, dass niedrigere Tempolimits, Verkehrsberuhigung in den Gemeinden und Städten sowie ein gutes öffentliches Verkehrsangebot die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Wichtig sei zudem, dass in den Gemeinden und Städten mehr Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem umgesetzt werden.

„Verkehrsunfälle reißen Menschen plötzlich aus dem Leben. Für Angehörige ist der Unfalltod besonders schlimm. Ein Mensch, mit dem man gestern noch gelacht hat, ist plötzlich nicht mehr da“, macht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf den Schmerz der Angehörigen von Unfallopfern aufmerksam.

Seit Jahresbeginn waren in Tirol 24 Verkehrstote zu beklagen, berichtet der VCÖ. Die Opferzahl ist dabei höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres (23 Verkehrstote). „Es gibt nur eine akzeptable Anzahl an Verkehrstoten, und die ist null. Diesem Ziel gilt es so nahe wie möglich zu kommen. Ein Vorbild bei der Verkehrssicherheitsarbeit ist die Schweiz“, so Gratzer.

Während in der Schweiz im gesamten Vorjahr 227 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet wurden, waren es in Österreich allein in den ersten zehn Monaten des heurigen Jahres mit 286 Todesopfern deutlich mehr. In der Schweiz sind unter anderem die Tempolimits niedriger als in Österreich, die Strafen für Raser dafür deutlich höher. (TT)


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