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Tschernobyl lässt grüßen: Wildschweine im Außerfern teils hochverstrahlt

Die Grenzwerte von am Zwieselberg bei Reutte erlegten Keilern sind bis zum Zehnfachen überhöht. Der lange Atem von Tschernobyl sei immer noch zu spüren. Die Innsbrucker AGES relativiert.

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Im Bezirk Reutte treten vermehrt Wildschweinrotten auf.
© Imago (Symbolfoto)

Von Helmut Mittermayr

Reutte – In den Ammergauer Alpen nördlich von Reutte sind vermehrt Wildschweine anzutreffen. Die Grenzgänger kommen bei der Futtersuche von Bayern nach Tirol und damit auch heimischen Jägern vor die Flinte. Diese Wildtiere müssen nach dem Abschuss auf Trichine überprüft werden, bevor sie in Verkehr gebracht werden dürfen. Reuttes Amtstierarzt Johannes Fritz hatte von bayerischen Kollegen aber immer wieder gehört, dass dort viele Tiere radioaktiv verstrahlt seien. Nach „positiven“ Tests von im Außerfern erlegten Wildschweinen in bayerischen Instituten regte Fritz im Sinne der Konsumentensicherheit an, diese Proben doch auch in Tirol durchzuführen. Seit 2018 wird nun hochoffiziell über die AGES Innsbruck, die Agentur für Ernährungssicherheit, dazu in inländischen Labors befundet.


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