Range Rover: Dem Adel blühen mobile Grenzgänger

Seit mehr als fünf Jahrzehnten verknüpft der Range Rover Luxusambiente mit größtmöglichen Offroad-Talenten. Die fünfte Generation hebt das Niveau noch einmal an, samt neuem Antriebsportfolio.

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Der Lord im aktuellen Zwirn: Der neue Range Rover ist ab 140.301 Euro bestellbar.
© Land Rover

Von Markus Höscheler

München – Die Kanten behält er bei, aber die Flächen sind anders: Die neue Range-Rover-Generation ist als solche erkennbar, lässt auch ihre Herkunft locker erahnen, kann jedoch in vielerlei Hinsicht auf zahlreiche Neuerungen verweisen. Die glatten Oberflächen zeigen, dass das Designteam sehr bestrebt war, jegliche Unruhe in der Außensprache zu vermeiden. Auch so ist das Ansinnen zu verstehen, die Spaltmaße gegenüber den Vorgängern deutlich zu verringern. Optisch nimmt der neue Range Rover Anleihen bei den kleineren Baureihen Evoque und Velar, mit seiner Größe allein verschafft er sich aber ein Alleinstellungsmerkmal.

Und nicht nur das: Land Rover wird den neuen Range Rover nicht nur mit „normalem“ Radstand anbieten, sondern auch mit einem langen Radstand. Erstmals wird es den noblen Geländewagen also auch als Siebensitzer geben – eine Option, die bisher eine Spezialität des Land Rover Discovery (und allenfalls des Defender) war.

War schon die vierte Generation des Range Rover in Sachen Digitalisierung zeitweise recht fortschrittlich, gilt dies erst recht für den Nachfolger. Digitale Anzeigen sind auf den modernsten Stand gebracht, wuchtig mutet der zentrale Touchscreen auf der Mittelkonsole an, auch dem Beifahrer wird nicht langweilig, was Multimedia betrifft. Verständlicherweise lässt sich vieles über diverse Displays ansteuern, auch im Fond.

Bei den Antrieben ragt zweierlei hervor: Erstens will Land Rover dem neuen Range Rover zwei verschiedene Plug-in-Hybridvarianten (440 und 510 PS) spendieren, die eine rein elektrische Reichweite von rund 100 Kilometern erzielen sollen. Damit lassen sich viele Alltagsfahrten mit Strom absolvieren, die starken Benzinmotoren müssen nicht oder kaum in Anspruch genommen werden. In beiden Plug-in-Hybriden kommen 38,2-kWh-Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Zweitens wollen die Briten im Jahr 2024 eine rein elektrisch fahrende Version nachreichen. Hier dürfen wir auf die WLTP-Reichweite und auf die Testreichweite dann wirklich gespannt sein.

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Bis dahin müssen aber jene nicht betrübt sein, die lieber auf reine Verbrenner setzen. Sechs- und Achtzylinder-Benzinaggregate (der V8 stammt übrigens von BMW) werden ebenso Verwendung finden wie die immer mehr verpönten Dieseltriebwerke. Die Selbstzünder leisten 249, 300 und 350 PS, die Benziner kommen auf 400 und 530 PS.

Selbstverständlich ist der neue Range Rover mit zahlreichen technischen Highlights versehen, darunter auch das vielseitige und weiterentwickelte Geländeprogramm Terrain Response 2. Serienmäßig wird jedes Fahrzeug mit einer Allradlenkung bestückt, die den Wendekreis reduziert und die Stabilität beim dynamischen Fahren erhöht. Schließlich sind die Entwickler auch stolz auf das Cabin Air Purification Pro, ein Filtersystem, das die Bakterien- und Virenbelastung im Innenraum reduziert.

Bereits jetzt ist der neue Range Rover bestellbar (ab 140.301 Euro), mit den ersten Auslieferungen dürfen wir nach Jahreswechsel rechnen.


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