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Aichinger-Jubiläum: „Man muss ja nicht alles gleich sagen, was man sagt“

Ilse Aichingers Geburt jährt sich am Montag zum 100. Mal. Im Innsbrucker Treibhaus kommt aus diesem Anlass ihre „Spiegelgeschichte“ auf die Bühne.

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Ilse Aichinger im Öffentlich-Privaten des Kaffeehauses – fotografiert von Stefan Moses.
© Picture Alliance/Stefan Moses

Wien –Es gäbe einen Unterschied zwischen „leben“ und „existieren“. Darauf beharrte Ilse Aichinger. Die meisten Menschen leben und gehen ihren Geschäften nach, aber sie existieren nicht. Umgekehrt gäbe es „Präsenzen, die nicht vergehen, sich nach dem Tod sogar noch verstärken“. Das mag nach Esoterik klingen, nach Schamanismus. Im Fall von Ilse Aichinger, einer der bedeutendsten österreichischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, war das Beharren ein Akt des Widerstandes. Schließlich hatte sie den Tod vor dem Leben kennen gelernt.


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