Schriftsteller Dogan Akhanli nach schwerer Krankheit gestorben

Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren und lebte seit 1992 als Autor in Köln. Der Führung in der Türkei war er lange ein Dorn im Auge, er wurde mehrfach verhaftet.

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Dogan Akhanli starb nach kurzer schwerer Krankheit.
© Jürgen Heinrich via www.imago-images.de

Köln – Der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli ist tot. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit am Sonntag in Berlin, wie der Sprecher des deutschen PEN-Zentrums bestätigte. Akhanli hatte lange in Köln gelebt und in jüngster Zeit in Berlin gewohnt. Er soll in Köln begraben werden.

"Als Präsident trauere ich um das Mitglied des deutschen PEN, als Leser um einen großartigen Schriftsteller, als Weggefährte um einen Streiter für Menschenrechte, Frieden und Aufarbeitung der Verbrechen an den Armeniern", schrieb der amtierende deutsche PEN-Präsident, der Journalist und Schriftsteller Deniz Yücel.

Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren und lebte seit 1992 als Autor in Köln. Zuvor war er in der Türkei mehrfach verhaftet worden und hatte ab 1985 zweieinhalb Jahre im Militärgefängnis von Istanbul gesessen. 2017 wurde er bei einem Urlaub in Spanien festgenommen, weil der türkische Staat ihn mit internationalem Haftbefehl hatte suchen lassen. Akhanli konnte aber nach zwei Monaten nach Deutschland zurückreisen. (APA/dpa)

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