Italientief löst Föhn ab, Allerheiligen läutet kalt-nasse Woche in Tirol ein

Mit dem 1. November stellt sich das Wetter in Tirol deutlich um: Die Temperaturen sinken und es fällt jede Menge Regen. Bis auf 1000 Meter könnten auch Schneeflocken dabei sein.

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Trüb und nass präsentieren sich die Wetteraussichten für die kommende Woche.
© Jan Eifert via www.imago-images.de

Innsbruck – Die föhnig-warmen Herbsttage in Tirol nehmen pünktlich zu Beginn des neuen Monats ein Ende. Schuld daran ist ein aufziehendes Italientief, berichtet der Wetterdienst Ubimet. Der Gang zum Grab am Montag ist von Regen begleitet, es wird deutlich kühler als zuletzt. Auch die darauffolgenden Tage versprechen wenig Besserung, die Schneefallgrenze fällt auf bis zu 1000 Meter.

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Regen in ganz Tirol, Schneefallgrenze sinkt

Mit bis zu 20 Grad, Sonnenschein und kräftigem Föhn geht es zunächst noch durch den Sonntag. „Im Vorfeld einer aufziehenden Kaltfront machen sich aber zum Abend hin entlang des westlichen Alpenhauptkamms bereits dichtere Wolken bemerkbar“, prognostiziert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Österreichischen Unwetterzentrale.

Zu Allerheiligen setzt dann in Vorarlberg bereits in den Morgenstunden Regen ein. Im Laufe des Vormittags erfasst er bald auch das Tiroler Oberland, ab Mittag wird es im ganzen Land nass. Am Nachmittag und Abend fällt der Regen teils kräftig aus, die Schneefallgrenze sinkt allmählich in Richtung 1200 Meter. Über 10 Grad geht das Thermometer kaum mehr hinaus.

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© Ubimet

Ein wenig freundlicher präsentiert sich zunächst der Dienstag: Am Vormittag klingt der Regen vielerorts ab, hier und da kann die Sonne durchblinzeln. Im Laufe des Tages trübt es jedoch wieder ein, erneut liegen die Höchstwerte bei etwa 11 Grad. Mit ähnlichen Temperaturen und überwiegend bewölkt dürfte es dann auch durch den Mittwoch gehen.

Trüb und sogar noch etwas kühler lautet die Prognose für die zweite Wochenhälfte. Es fällt weiterhin verbreitet Regen, bis auf 1000 Meter teils auch Schnee. 8 Grad sind das höchste der Gefühle.

Trockenster Oktober seit 16 Jahren

Die gute Nachricht: Im heurigen bislang sehr trockenen Herst hat der bevorstehende Regen „überwiegend positive Effekte", betont die Ubimet in einer Aussendung. Das zeigt auch der Rückblick auf den hinter uns liegenden Oktober: Er fiel zwar im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 um 0,5 Grad zu kühl aus, jedoch auch viel zu trocken und sonniger als üblich.

Rund 50 Prozent Regen fehlen in den heimischen Messkübeln am Ende des Monats, somit erlebten wir den trockensten Oktober seit 16 Jahren. Überstunden machte dagegen die Sonne, davon gab es rund ein Fünftel mehr als üblich. Typisch für den Herbstmonat sandte der Sommer noch letzte Grüße, aber auch der Winter machte sich mit ersten Schneeflocken bereits bemerkbar. (TT.com)

© Ubimet
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