Notärzte im Pustertal: „Gesundheit kein Spielball der Politik“

Die Organisation der Notarztversorgung bis in die Seitentäler des Pustertales liegt wieder bei Gernot Walder.

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Gernot Walder hat mit dem Land Tirol einen neuen Vertrag zur Koordination der Notarztversorgung im Hochpustertal geschlossen.
© Brunner Images

Von Christoph Blassnig

Außervillgraten – Große Erleichterung herrscht im Osttiroler Hochpustertal, weil die notärztliche Versorgung dauerhaft sichergestellt ist. Wie berichtet, hat das Land Tirol mit dem gestrigen Tag die Verantwortung dafür an die GmbH von Gernot Walder übertragen. Entweder Walder persönlich oder ein anderer Notarzt in seinem Auftrag ist damit an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr im Sprengel anwesend und rufbereit. „Die Gesundheit der Bevölkerung eignet sich nicht, um daraus politisches Kapital zu schlagen“, sagt Anton Brunner, Bürgermeister in Abfaltersbach. „Gernot Walder legt viel Herzblut in seine Tätigkeit. So jemand macht seine Arbeit auch gut.“

Vorwürfe, die Kosten von 500.000 Euro für die Notarztversorgung pro Jahr, die das Land trägt, seien zu hoch, lässt Brunner nicht gelten. Der Großteil fließe allein in die Personalkosten. Ein Notarzt erhält für 24 Stunden Dienst eine Abgeltung von 1000 Euro per Werkvertrag. Josef Mair, Bürgermeister in Außervillgraten und damit der Heimatgemeinde Walders, hat vor einigen Wochen ein Unterstützungsschreiben für den Mediziner verfasst und an die Klubobleute aller Parteien im Landtag sowie an die zuständige Gesundheitslandesrätin Annette Leja geschickt. „Alle zehn Bürgermeisterkollegen im Oberland haben mit unterschrieben. Gernot Walder arbeitet hochprofessionell und zur vollsten Zufriedenheit unserer Bevölkerung.“

Bei den Starkschneeereignissen der letzten Jahre habe Walder stets rechtzeitig Notärzte samt Ausrüstung und Medikamenten in alle Seitentäler entsendet, bevor die Straßen dorthin gesperrt werden mussten. „So soll es weitergehen“, wünscht sich der Kartitscher Ortschef Josef Außerlechner. Sein Sillianer Amtskollege Hermann Mitteregger lobt die Beamten der Abteilung Feuerwehr- und Rettungswesen im Land Tirol für die Verhandlungen.


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