Ab Montag wird überall verschärft, Ausreisetests kehren nach Tirol zurück

Die Zahl der Intensivpatienten hat die Schwelle von 300 überschritten. Die Landesregierung dürfte heute für die Bezirke Landeck und Reutte Ausreisetests mit der 3-G-Regel beschließen.

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Die Landesregierung dürfte heute die ersten Bezirksmaßnahmen beschließen, und zwar Ausreisetests für Land­eck und Reutte.
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Innsbruck, Wien – Die Zahl der Intensivpatienten mit einer Corona-Erkrankung hat österreichweit die 300er-Schwelle überschritten. Das ist deshalb wichtig, weil laut aktuellem Stufenplan Stufe zwei sieben Tage nach Erreichen von 300 Corona-Intensivpatienten in Kraft tritt. Damit gilt ab 8. November in der Nachtgastronomie sowie bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen eine 2-G-Regel. Nur noch Geimpfte oder Genesen­e haben Zutritt. Außerdem sind in Stufe zwei „Wohnzimmertests“ nicht mehr als Nachweis für Bereiche mit 3-G-Eintrittsregel gültig.

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Landeck und Reutte über Schwellenwert

In Ober- und Niederösterreich sind bereits in 14 Bezirken Ausreisetests Realität. Für Ungeimpfte gilt die Ausreise-Testpflicht unabhängig vom Wohnsitz und der Aufenthaltsdauer im Bezirk. Als Nachweis zählt ein negativer PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, oder ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist. Keinen Test vorlegen müssen Geimpfte und Genesene. Die Corona-bedingten Ausreisekontrollen finden vorerst auch zwischen den Ländern Niederösterreich und Oberösterreich statt. In Tirol dürfte die Landesregierung ebenfalls wieder Ausreisetests beschließen.

In den Bezirken Landeck und Reutte wird seit Tagen der Schwellenwert für die Einstufung als Hochrisikogebiet überschritten. Dieser ergibt sich aus den Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner gerechnet (Sieben-Tage-Inzidenz), der Impfquote, die in beiden Bezirken über 60 Prozent liegt, sowie der Hospitalisierungen. Das Außerfern weist eine Sieben-Tage-Inzidenz von 726 auf, der Bezirk Landeck von 665. Die entsprechenden Maßnahmen werden vom Krisenstab im Land vorbereitet.

Am Dienstag wurden von den Gesundheitsbehörden 446 Neuinfektionen gemeldet, das Infektionsgeschehen ist quer über alle neun Bezirke hoch. In den Spitälern werden derzeit 113 Erkrankte behandelt, gegenüber dem Allerheiligentag wurden weitere zehn Personen stationär aufgenommen. 23 Patienten liegen auf den Intensivstationen.

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Österreichweit war die Zahl der neuen Corona-Fälle mit 5398 sehr hoch, sie lag deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 409 Fälle pro 100.000 Einwohner. Derzeit gibt es fast 50.000 Fälle von aktiven Corona-Infektionen, genau 49.469 und damit um 2401 mehr als am Montag. (TT, pn)

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