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Sandoz-Würfel fallen 2022, Penicillin-Ausbau bleibt

Es gebe kein Rütteln an den Tiroler Standorten Kundl und Schaftenau, auch Jobs oder geplante Investitionen sind laut Novartis nicht in Gefahr.

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Spektakuläre Bauarbeiten im Zuge der Modernisierung der Antibiotika-Wirkstoffproduktion am Standort Kundl.
© Sandoz

Von Alois Vahrner

Kundl, Schaftenau – Nach der Ankündigung der Konzernspitze in Basel, die Zukunft der Generika-Tochter Sandoz einer strategischen Prüfung zu unterziehen, ist man bei Novartis in der Schweiz und in Österreich wegen der von Politik und Belegschaft geäußerten Sorgen um Beruhigung bemüht. Es gebe noch überhaupt keine Tendenz, welches Resultat am Ende dieser Prüfung stehen wird, sagt der Chef von Novartis Österreich, Michael Kocher. „Es ist derzeit mindestens genauso wahrscheinlich, dass das Generika-Geschäft Teil der Novartis-Gruppe bleibt, wie etwa Kapitalmarktoptionen oder andere Lösungen“, so Kocher gegenüber der TT. Spätestens bis Ende 2022 solle es dazu einen umfassenden Fortschrittsbericht geben. Was man auf jeden Fall ausschließen könne, seien „Diskussionen um Schließungsszenarien“. An den Tiroler Standorten werde nicht gerüttelt. Bei Novartis sei man mit Sandoz nicht unzufrieden, es gehe aber um eine „Wachstumsstrategie“, so Kocher. „Wir suchen einfach das Zuhause, das unserem Generika-Geschäft das bestmögliche Wachstum garantiert.“


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