3G-Regel am Arbeitsplatz: Ohne Test muss im Job die Maske rauf

Wer Impfung und Test verweigert, muss die Maske am Arbeitsplatz tragen, auch eine Kündigung ist möglich.

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Wer nicht geimpft ist, der muss sich für den Job nun testen oder eine Maske tragen.
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Innsbruck – Seit 1. November gilt die 3-G-Regel am Arbeitsplatz. All jene, die am Arbeitsort physischen Kontakt zu anderen Personen nicht ausschließen können, müssen also einen Impf-, Genesungs- oder Testnachweis mit sich führen. (Eine 2,5-G-Regel, also geimpft, genesen und PCR-getestet, ist laut Arbeitsminister Martin Kocher noch nicht fix.) Gestern gab es jedenfalls regen Andrang in zahlreichen Teststraßen im Land.

📽️ Video | 3-G-Pflicht am Arbeitsplatz beginnt:

Rund 150 Anfragen pro Tag bekomme die Arbeitsrechtsabteilung der Arbeiterkammer täglich, zwei Drittel davon betreffen das Thema 3 G am Arbeitsplatz, heißt es aus der Kammer. Am allerwichtigsten sei die Frage, wo es denn Testmöglichkeiten gebe. Wichtig sei auch Datenschutz (Wie lange bewahrt der Arbeitgeber meine Ergebnisse auf?). Auch rechtlich Problematisches sei angefragt worden. Offenbar hätten Arbeitgeber mögliche Strafen bei Nichtkontrolle der 3 G auf Arbeitnehmer abwälzen wollen. Auch der Arbeitsrechtsexperte der Wirtschaftskammer Tirol, Bernhard Achatz, erhielt Anfragen: Besonders wichtig sei den Unternehmern, wie sie ihre Arbeitnehmer informieren können.

Für viele Chefs sei es eine Herausforderung, mit Mitarbeitern umzugehen, die keinen Nachweis über einen negativen Covid-19-Test mit sich führen. Achatz gibt derzeit aber noch Entwarnung: Es gilt die 14-tägige Übergangsfrist. Bis einschließlich 14. November können all jene, die in der Arbeitsstätte keinen 3-G-Nachweis mit dabei haben, durchgehend eine FFP2-Maske tragen.

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Wenn ein Mitarbeiter sich nach der Übergangsfrist wirklich weigern sollte, dann sei vom Obersten Gerichtshof bereits klargestellt, dass Testen zumutbar sei. „Im schlimmsten Fall muss der Mitarbeiter ohne Entgelt nach Hause geschickt werden“, denn: „Er darf ja ohne Test den Arbeitsplatz nicht betreten.“ Als allerletzte Konsequenz sei, nach Ablauf der Übergangsfrist bis 14. November, auch eine Kündigung des Mitarbeiters möglich, sagt Arbeitsrechtler Achatz. (ver)


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