Prock mit positivem Corona-Test: Zwei ÖRV-Athleten vorerst nicht nach Peking

ÖRV-Präsident Markus Prock ist vor der Abreise zum Rodel-Weltcup-Auftakt nach China positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Athleten Hannah Prock und Jonas Müller sowie zwei Betreuer traten deshalb als Vorsichtsmaßnahme die Reise nach Peking vorerst ebenfalls nicht an.

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ÖRV-Präsident Markus Prock wurde vor dem Abflug nach China positiv auf das Coronavirus getestet.
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Frankfurt – Österreichs Rodel-Nationalmannschaft hätte heute Abend in Frankfurt mit 15 Athleten und neun Betreuern den Charterflug des Internationalen Rodelverbandes nach Peking zum Weltcup-Auftakt (20./21.11.) auf der Olympiabahn 2022 nehmen sollen. Hätte, denn bei einem vorgeschriebenen PCR-Test vor dem Abflug wurde ÖRV-Präsident Markus Prock positiv auf das Coronavirus getestet.

Aus Vorsichtsmaßnahmen traten auch die Athleten Hannah Prock und Jonas Müller sowie zwei Betreuer, die zusammen mit dem ÖRV-Präsidenten im Auto nach Frankfurt saßen, wieder die Heimreise an. Das Quintett ist wieder zurück in Österreich und begab sich bereits in Isolation.

„Hannah und Jonas wurden zwar ebenso wie die beiden Betreuer und der Rest der Mannschaft negativ getestet, aber wir hatten aufgrund des direkten Kontakts während der Anreise im Auto keine andere Wahl, als sie wieder nach Hause zu schicken. Mittlerweile ist die gesamte Fahrgemeinschaft zurück in Österreich, Markus zeigt keine besorgniserregenden Symptome, was das Wichtigste ist und hoffentlich auch so bleibt. Es tut mir für alle Beteiligten sehr leid, aber ich muss an das Wohl der gesamten Mannschaft und die Gesundheit jedes einzelnen achten. Die nächsten Tage werden zeigen, ob sich wer aus der Fahrgemeinschaft angesteckt hat. Bleiben die Testergebnisse negativ, werden wir alles unternehmen, um die Gruppe unter Berücksichtigung sämtlicher Auflagen und Fristen umgehend nachzuholen", erklärte ÖRV-Cheftrainer und Sportdirektor Rene Friedl.

Ex-Sprintweltmeister Jonas Müller hadert mit der Situation, hat aber absolutes Verständnis für das Handeln des ÖRV: „Natürlich ist das für die Betroffenen und mich persönlich sehr bitter, zumal wir alle geimpft und negativ getestet sind und wir jetzt ausgerechnet auf der Olympiabahn wertvolle Trainingstage verlieren. Aber ich habe absolutes Verständnis für die Entscheidung des ÖRV, die im Sinne der Mannschaft die einzig richtige ist. Ich lasse mich weiterhin laufend testen, hoffe, dass ich wie die anderen negativ bleibe und so rasch wie möglich mit Hannah und den beiden Betreuern nachfliegen kann.“ (alm)


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