Teure Rampe und offene Rechnungen in Nassereith

Die Nassereither Opposition beklagt eine teure Auffahrt zum neuen Wohnblock, der Bürgermeister eine Honorarnote.

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Nassereith – Der nahende Wahlkampf ist im Nassereither Gemeinderat deutlich spürbar. Die Opposition wird nicht müde, die Amtsführung und fehlende Kommunikation von Bürgermeister Herbert Kröll zu kritisieren; der wiederum hielt seinen Kritikern im letzten Gemeinderat ebenfalls vor, Kosten verursacht zu haben. Dabei ging es um mehrere Positionen, bei denen es auf Auf- und Abrechnungen hinauslief.

Alles begann mit dem geplanten Gewerbegebiet, das in dieser Größe nicht kommen wird und nach Berechnungen von GV Martin Sterzinger ein Minusgeschäft sei.

BM Kröll präsentierte dafür etwas später eine andere Rechnung: Es geht um eine Honorarnote für die Prozessbegleitung der Nassereither Dorferneuerung. Er habe den Auftrag nicht vergeben, erklärte der Dorfchef. Und was man mit der Rechnung über knapp 6000 Euro machen sollte, meinte er in Richtung von GV Sterzinger und GR Hubert Malleier, die ihrerseits mit dem Anbieter Kontakt hatten. Nach heftiger Diskussion einigte man sich, dass der Prozessbegleiter eine klärende Auftragsbestätigung vorlegen sollte.

Nächster Streitpunkt war die Auffahrt zur neuen GHS-Wohnanlage. Seit jeher hatte sie GV Sterzinger, Obmann des Bauausschusses, als zu steil bezeichnet. Letztlich hatte die Gemeinde das kurze Straßenstück um 20.000 Euro angekauft. Derzeit wird versucht, die Rampe abzuflachen. Nun wurden dafür Kosten von 108.000 Euro plus gut 32.000 Euro für Baumeisterarbeiten abgesegnet. Rechnet man die (notwendige) Beheizung der 18 Prozent steilen Auffahrt dazu, „dann geht es bald um 200.000 Euro“, klagt Sterzinger. „Die nächste Farce, der nächste Bauchfleck“, so GR Hubert Malleier.

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Es folgte ein weiterer Seitenhieb des Bürgermeisters gegen einen anderen oppositionellen Mandatar. Es ging um den Interessensbeitrag der Gemeinde an der WLV-Verbauung am Rossbach, die insgesamt 88.000 Euro kostet. Kröll hinterfragte die Rolle des Mandatars wegen durchgeführter Arbeiten oberhalb des damaligen Hangrutsches und ob die Gemeinde ihren Anteil von 29.000 Euro nicht auf ihn abwälzen sollte.

Abschließend fragte die Opposition nach Mails von Bürgern, die BM Kröll nicht weitergeleitet hatte. (pascal)


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