Autorin Basad: „Bitte nicht solchen Aktivisten folgen“

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Buchautorin Judith Sevinç Basad.
© Böhm

Innsbruck – Die Buchautorin Judith Sevinç Basad warnt vor radikalen Ausformungen der so genannten „woke“-Kultur. Der Ausdruck wurde ursprünglich in Zusammenhang mit dem Kampf um mehr soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus verwendet, frei übersetzt im Sinne von „wach“ bleiben und Missstände bemerken. Inzwischen sieht sich die „woke“-Bewegung als Kämpfer gegen jegliche Ungerechtigkeit, Ungleichheit, Sexismus, Unterdrückung von Minderheiten, als Verfechter von Diversität und Geschlechtergerechtigkeit.

Basad ortet im radikalen Spektrum dieser Bewegung allerdings auch einen mitunter gefährlichen Aktivismus. In dieser radikalen Ausformung habe sich inzwischen eine Ideologie breitgemacht, die selbst die Menschen nach gewissen Merkmalen in Täter und Opfer einteile, in gut und böse, und damit selbst rassistischen Tendenzen Vorschub leiste und die Meinungsfreiheit bedrohe, kritisierte Basad beim Tiroler Wirtschaftsforum. Gegen Kritiker würde massiv vorgegangen. Diese radikal-aktivistische Ausformung des „woke“-Gedankens sei zwar eine kleine, aber laute Minderheit, wie Basad ausführte.

Diese Gruppierung fasse vermehrt in den Unternehmen Fuß – etwa in Form zweifelhafter Diversitäts-Seminare oder Antirassismus-Workshops. Diese laute Minderheit tarne zudem ihre Ideologie als Wissenschaft und beeinflusse auch immer mehr den Bildungsbereich. „Ich möchte nicht die Gleichberechtigung schlechtreden. Auch Rassismus und Sexismus haben bei uns freilich nichts verloren und Diversität ist enorm wichtig, aber bitte nicht blind solchen Aktivisten folgen“, riet sie der Unternehmerschaft. (TT)

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