Lichtfestival Kufstein: Eine Stimme für die Festung und Gäste

Das Lichtfestival Kufstein soll wie geplant am 27. Dezember starten. Versprochen wird ein multimedialer Streifzug durch die Geschichte.

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Von großformatigen Projektionen und 3D-Videomapping unterstützt, erhält die „Burg eine Stimme“.
© Lumine

Von Wolfgang Otter

Kufstein – Noch wird mit der Tourismusabteilung des Landes und Gemeinden in der Unteren Schranne des Bezirks Kufstein über eine Kostenbeteiligung verhandelt – trotzdem erfolgt am 27. Dezember der Startschuss fürs Lichtfestival Kufstein. Die Finanzierung des in den kommenden drei Jahren 1,2 Millionen Euro teuren Spektakels „Stimme der Burg“ sei gesichert, zumindest für das erste Jahr, wurde bei einer Pressekonferenz zum offiziellen Bewerbungs- und Ticketverkaufsstart versichert. Mit der Organisation betrauten die Kooperationspartner TVB und Stadt das Standortmarketing.

Entstanden ist die Idee einer Lichtershow auf der Festung aus dem Umstand, dass es in Kufstein kein Feuerwerk mehr zum Vorsilvester gegeben hatte. Daher wurde über eine Lasershow diskutiert, „aber das war nicht finanzierbar“, sagte Bürgermeister Martin Krumschnabel. Daher sei die Idee „einer nachhaltigen Veranstaltung wie das Lichtfestival entstanden“, berichtete TVB-Obmann Georg Hörhager. Letztlich fand sich im Kufsteiner Kulturreferenten Klaus Reitberger ein Autor für das Spektakel. Die Frage sei gewesen, „was die 1000 Jahre alte Burg erzählen kann. Ich wollte ihr eine Stimme geben“, lässt Reitberger durchblicken. Es gehe auch darum, was man aus den Geschehnissen lernen könne. Auch für Bürgermeister Krumschnabel war klar, dass es um mehr als „nur um eine platte Geschichte von Ritter Kunibert und Burgfräulein Kunigunde gehen müsse“.

Die technische Umsetzung hat die Wiener Agentur Lumine Projections übernommen. Sie sei auf großformatige Panoramaprojektionen und an die Architektur angepasste 3D-Videomappings spezialisiert, mit denen Gebäude und Räume künstlerisch in Szene gesetzt werden, wie die Veranstalter erklären. Die Inszenierung ist bis 30. Jänner täglich zu sehen. Jeder geführte Rundgang dauert 50 Minuten und ist auf jeweils 50 Personen beschränkt, damit auch künftige Covid-Beschränkungen keine Auswirkungen haben können. Pro Aufführungstag sind zehn Rundgänge geplant. Insgesamt hofft man auf rund 15.000 Besucher. Touristisch, so der TVB-Obmann, sei das Ziel klar: Es sollen in einer schwachen Zeit mehr Übernachtungen lukriert oder zumindest das Angebot verbreitert werden. Infos: lichtfestival.kufstein.at


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