In Tirol formiert sich eine breite Transit-Front gegen Bayern

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Innsbruck – Mit Unverständnis reagiert die Tiroler SPÖ auf den Ruf Bayerns nach einer EU-Transitklage gegen Österreich bzw. Tirol. „Selbst mit Grenzkontrollen tägliche Staus produzieren und sich gleichzeitig über eine Dosierung bzw. Blockabfertigung zu beschweren, das passt nicht zusammen“, kritisiert Verkehrssprecher Philip Wohlgemuth. Wäre Bayern bei der Verlagerung des Schwerverkehrs so aktiv wie mit Beschwerden in Brüssel, wäre man schon einen Schritt weiter.

FPÖ-NR Gerald Hauser fordert Bayern auf, „endlich die Zulaufstrecken, die für die Kapazitätsauslastung gebraucht werden, zu bauen zu beginnen “, anstatt Tirol zu drohen. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) solle „endlich in Gespräche mit Berlin und München treten“, um eine „Entlastung der Gemeinden vom Transitverkehr“ zu erreichen.

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, appelliert an die Südtiroler Landesregierung, sich im Lkw-Streit auf die Seite des Bundeslandes Tirols zu stellen und vor der EU-Kommission die Lkw-Kontingentierung zu verteidigen. (TT)


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