Innsbruck plant neuen Studentencampus in Mariahilf, Gastgärten bleiben im Winter offen

  • Artikel
  • Diskussion (2)
Vize-BM Hannes Anzengruber freut sich über die Verlängerung der Gastgartensaison.
© ÖVP

Die Bereitstellung von leistbarem Wohnraum für Studierende soll Druck vom Wohnungsmarkt in der Landeshauptstadt nehmen. Die Stadt Innsbruck hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2024 mindestens 1700 neue Heimplätze zu errichten. Für einen neuen Campus in Mariahilf mit 125 Zimmern stellte der Innsbrucker Stadtsenat in seiner Sitzung am Mittwoch die Weichen. Das Projekt „Campus Frau Hitt“ sieht einen Um- und Ausbau des Studentenheims des Kollegiums der Missionspriester vom Heiligsten Herzen Jesu in der Frau-Hitt-Straße vor. „Vom bereits sanierten Altbau soll eine Weiterentwicklung in zwei Schritten erfolgen: Zum einen ist vorgesehen, den 60er-Jahre-Bau zu sanieren und zu vermieten, zum anderen, ein drittes Gebäude zu errichten“, erklärt Bürgermeister Georg Willi (Grüne). Die Projektumsetzung sowie die Finanzierung erfolgt über die Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG. Der Gemeinderat muss für das Vorhaben noch grünes Licht geben.


Bestätigt sieht sich Bürgermeister Georg Willi nun durch eine Änderung des Stadtrechts, die der Stadtsenat am Mittwoch ebenfalls auf der Tagesordnung stehen hatte. Bekanntlich gab es im Sommer eine politische Auseinandersetzung über die Frage, ob die Erstellung eines Doppelbudgets stadtrechtlich gedeckt ist oder nicht. „Ich habe in Auslegung des Stadtrechtes die Position vertreten, dass der § 57 die Erstellung eines Doppelbudgets nicht vorsieht, und einen Antrag mehrerer Parteien auf Erarbeitung eines Doppelbudgets abgelehnt.“ Die Aufsichtsbehörde des Landes hat anders entschieden, ein Doppelbudget für die Jahre 2022 und 2023 wurde vom Gemeinderat in Auftrag gegeben. Nun wird eine Änderung des Paragraphen 57 vorgeschlagen, der um folgenden Satz erweitert werden soll: „Gleichzeitig kann der Bürgermeister dem Gemeinderat auch den Entwurf des Voranschlages für das nächstfolgende Finanzjahr vorlegen.“ Bürgermeister Willi dazu: „Das ist nichts anderes als die gesetzliche Grundlage für ein Doppelbudget.“


Eine gute Nachricht gibt es für Innsbrucks Gastronomen und alle Frischluftfans: Die Gastgärten dürfen auch heuer wieder in den Wintermonaten geöffnet bleiben. Der Stadtsenat entschied einstimmig, dass für all jene Betreiber mit derzeit aufrechtem Gastgartenmietvertrag dieser auch in den Monaten Dezember 2021 und Jänner 2022 gilt. „Wir wollen Innsbrucks Gastronominnen und Gastronomen – besonders, da die positiven Corona-Fälle wieder steigen – unterstützen und den Gästen die Möglichkeit geben, an der frischen Luft zu verweilen“, sagt Bürgermeister Georg Willi (Grüne). Ausgenommen davon sind freilich jene Flächen, wo der Christkindlmarkt stattfindet. Vizebürgermeister Hannes Anzengruber (ÖVP) erklärt zudem, dass auch die elektrischen Heizpilze in der gesamten Gastgartensaison benützt werden dürfen.

Einen neuen Gastgarten erhält übrigens das Lokal „PM Innsbruck“ in der Mariahilfstraße – auch das entschied der Stadtsenat einstimmig. (dd)


Kommentieren


Schlagworte