Vierjährige Cleo nach ihrer Befreiung „fröhlich und munter"

Ein Polizist berichtet von einem augenscheinlich „ausgeglichenen und glücklichen" Kind. Vieles in dem Fall ist noch unklar .

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Cleo wird von ihrer Mutter aus dem Haus getragen.
© RICHARD WAINWRIGHT via www.imago-images.de

Perth – Einen Tag nach der Rettung der vermissten vierjährigen Cleo Smith haben australische Medien erstmals ein Video der wiedervereinten Familie veröffentlicht. Zu sehen ist Cleo in einem rosa-weißen Kleid, wie sie von ihrer strahlenden Mutter aus dem Haus getragen wird und einen rosa Ballon in den Händen hält. Dem Mädchen scheine es erstaunlich gut zu gehen, sie wirke "fröhlich und munter", zitierte der Sender 7News Obersergeant Cameron Blaine, der Cleo als erster entdeckt hatte.

Das Kind war in der Nacht auf Mittwoch in einem Zimmer eines verschlossenen Hauses gefunden worden. Sein Schicksal und das seiner Familie hatte ganz Australien 18 Tage lang in Atem gehalten. Cleo war am 16. Oktober von einem Campingplatz 75 Kilometer nördlich ihrer Heimatstadt Carnarvon aus dem Familienzelt verschwunden. Als die Eltern morgens aufwachten, waren sowohl ihre Tochter als auch deren Schlafsack nicht mehr da.

Der Reißverschluss des Eingangs war so weit hochgezogen, dass das Kleinkind ihn nicht selber geöffnet haben konnte. Schnell gingen die Ermittler von einer Entführung aus. Am Mittwoch dann die erlösende Nachricht: Polizisten entdeckten Cleo körperlich unversehrt in einem Haus in Carnarvon.

Verdächtiger in Gewahrsam genommen

"Ich kann sie natürlich nur von außen sehen", sagte Blaine. "Aber aus dieser Sicht bin ich erstaunt, dass sie so ausgeglichen und glücklich zu sein scheint." Es sei herzerwärmend zu sehen, dass sie nach dieser Erfahrung munter sei und lache - und jetzt endlich wieder in den Armen ihrer Mutter einschlafen könne.

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Ein 36-jähriger Verdächtiger war etwa zeitgleich mit Cleos Entdeckung in Gewahrsam genommen worden, er wurde befragt. Möglicherweise sollte in Kürze Anklage gegen ihn erhoben werden, berichteten australische Medien. Vieles in dem Fall ist aber noch unklar. So versuche die Polizei noch herauszufinden, ob das Mädchen die ganzen 18 Tage in dem Haus festgehalten wurde, sagte der leitende Ermittler Rod Wilde. Der Verdächtige soll keinerlei Verbindungen zu Cleos Familie haben. (APA/dpa)


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