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Beim Bodenaushub gehen Gemeinden wieder leer aus

Trotz Initiative der Grünen erhalten die Kommunen weiterhin keine Parteistellung bei Deponien mit weniger als 100.000 Kubikmetern.

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103 Aushubdeponien wurden in den vergangenen zwei Jahren genehmigt. Bei 40 gab es nicht einmal eine Interessenabwägung.
© Rottensteiner

Von Peter Nindler

Innsbruck – Schon seit Jahren wird ein stärkeres Mitspracherecht der Gemeinden bei der Genehmigung von Bodenaushubdeponien mit einem Fassungsvermögen von weniger als 100.000 Kubikmetern gefordert. Für viele Kommunen ist es nämlich ein Ärgernis, dass die Bewilligung im Schnellverfahren durchgezogen wird. 103 Deponien wurden 2019 und 2020 in Tirol genehmigt, viele Verfahren aus dem Vorjahr sind allerdings noch offen. „Von großer Bedeutung ist die Prüfung von Alternativen, wobei sämtliche naturschutzfachlichen Kriterien berücksichtigt werden müssen. Es ist streng darauf zu achten, dass es durch die Errichtung und den Betrieb einer Deponie zu möglichst wenigen Beeinträchtigungen für die Schutzgüter des Tiroler Naturschutzgesetzes kommt“, fordert auch Landesumweltanwalt Walter Tschon.


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