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Altes Bauernhaus in Hart muss für Wohnsiedlung weichen

An der Harter Panoramastraße wird weiter gebaut, die Gemeinde lässt 17 Wohnungen errichten. Der DAV Feuchtwangen verliert seine Hütte.

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Das restaurierte alte Bauernhaus kommt weg – für ein Zweifamilienhaus und Parkplätze. Dahinter sieht man die neue Ranhart-Siedlung.
© Dähling

Von Angela Dähling

Hart i. Z. – Keine Geschäfte (bis aufs Lagerhaus), kein Nahversorger, keine Busverbindung, keine direkte Anbindung an die B169, zahlreiche als Freizeitwohnsitz ausgebaute Hütten: „Das Leben in Hart ist hart“, sagen daher manche Einheimische des 1600 Hauptwohnsitze zählenden Dorfes im vorderen Zillertal. Was etliche Zillertaler an dem einst von schönen Bauernhöfen geprägten Ortsbild noch stört: der architektonische Wildwuchs in der Gemeinde mit städtisch wirkenden Wohnblöcken und Häusern. Seit einiger Zeit wird an der Panoramastraße, die mehrere Höfe verbindet, gebaut, was das Zeug hält. „Ranhart“ nennt sich die neue Siedlung dort: 4560 m² wurden vor wenigen Jahren für acht Häuser frei verkauft und 1921 m² (vier Bauparzellen) an Einheimische vergeben. Frei verkaufte Einheiten finden sich nun auf Airbnb wieder – luxuriös eingerichtete Wohnungen mit schönster Talsicht sollen betuchte Touristen anlocken. Für weitere Wohnungen suchten Makler Dauermieter: Knapp 1500 Euro Miete werden da für rund 80 m² verlangt.


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