"Eternals" kommt in die Kinos: Neue Heldinnen und länger bekannte Stars

„Nomadland“-Regisseurin Chloé Zhao führt das Marvel-Universum mit „Eternals“ in eine neue Phase. Und bald schon folgt Nachschub.

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Auch SuperheldInnen haben Gefühle. Sersi (Gemma Chan) und Ikaris (Richard Madden) schauen einander tief in die Augen.
© imago/Marvel Studios

Von Marian Wilhelm

Innsbruck – Regisseurin Chloé Zhao kommt mit „Eternals“ im Marvel Cinematic Universe an. Vergangenes Jahr hat sie mit ihrem dritten Film „Nomadland“ noch den Goldenen Löwen von Venedig gewonnen, eine kleine Produktion und ein ruhiges Meisterwerk mit Frances McDormand in der Hauptrolle.

Zhaos großer Disney-Marvel-Blockbuster war da aber bereits in den Startlöchern. Pandemiebedingt kommt er nun nach einem gänzlich Marvel-freien Jahr 2020 mit einiger Verspätung ins Kino.

„Eternals“ läutet den Start in eine neue Phase des kommerziell endlos angelegten Superhelden-Reigens ein. Das alte Avengers-Team, die Guardians of the Galaxy und die olympischen Götter halten sich diesmal bedeckt. Stattdessen wird mit den außerirdischen unsterblichen Eternals komplett neues Helden- und Heldinnen-Personal eingeführt.

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Im Zentrum der Geschichte steht Sersi (Gemma Chan). Rund um sie herum gruppiert sich ein ordentlich diverses HeldInnen-Team. Vom schwulen Familienvater und Wissenschafter über eine gehörlose superschnelle Kämpferin bis zum als Bollywood-Star getarnten Scharfschützen ist alles dabei. Auch mit selbstironischen Anspielungen an Superman, Batman und Peter Pan geizen die alles andere als redefaulen Figuren nicht.

Aber auch zwei Superstars sind Teil des Eternals-Team: Salma Hayek als Anführerin Ajak und – durchaus in einer spannenden Nebenrolle – Angelina Jolie als psychisch labile Kriegerin Thena.

Nach Jahrtausenden im Verborgenen, dem Prinzip der Nichteinmischung in menschliche Angelegenheiten folgend, werden die Eternals nun von bösen Mutanten-Monstern und wortwörtlich weltbewegenden Entwicklungen vor den Kinovorhang geholt. Und auch Uneinigkeit und Streit gibt es innerhalb der Truppe schon beim ersten Weltrettungs-Auftritt.

Chloé Zhao lässt bei dieser Einleitung keinen Stress aufkommen, erzählt in ruhigen Rückblenden, was bisher geschah, und fokussiert auf die neuen Persönlichkeiten und Mythen hinter dem aktuellen Plot. Keine leichte Aufgabe! Zuweilen verrennt sich ihr zweieinhalbstündiger Film in etwas zu ausführlich ausbuchstabierten Erklär-Sessions, wo auch Andeutungen genügt hätten.

Mit dem vielleicht schönsten Marvel-Effekt-Design bisher überzeugt „Eternals“ dann vor allem mit seinem Neuigkeitswert und seinen durchaus glaubhaften und zerrissenen Figuren.

Jedenfalls ist das Marvel Cinematic Universe nach einigen Einzel-Heldentaten von Black Widow und Shang-Chi nun wieder groß und weit offen für die Zukunft.

Wohin die Reise geht, das wird sich schon bald zeigen. Nach gegenwärtigem Stand hat Disney für das kommende Jahr bereits drei und für 2024 vier weitere Marvel-Filme am Start.


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