ÖVP-Inseratenaffäre: Abgang Kurz-Vertrauter aus dem Kanzleramt

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Fleischmann und Frischmann gehörten zu den Intimi von ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz.
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Wien – Sie gehören zu den „Prätorianern“ von Sebastian Kurz. Wie gegen ihn gibt es gegen sie schwere Korruptionsvorwürfe; es geht um die ÖVP-Inseratenaffäre. Kurz ist ob dieser Causa als Regierungschef zurückgetreten. Auch seine Berater und „Message Controller“ Gerald Fleischmann und Johannes Frischmann werden im Kanzleramt nicht mehr zugange sein. Fleischmann war „Medienkoordinator“, er ist Ende Oktober aus seinem Büro auf dem Wiener Ballhausplatz gewichen. Frischmann – er war Kurz’ Pressesprecher – verlässt das Regierungsviertel mit Jahresende. Fleischmann, gebürtiger Burgenländer, werkte für die niederösterreichische ÖVP, die Bundespartei und Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, hernach für Integrationsstaatssekretär Kurz, an dessen Seite er blieb, an dessen Seite er im Machtzentrum aufstieg. Der Tiroler Frischmann war vor den Diensten für Kurz in jenen von ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling.

Auf „eigenen Wunsch“ gingen beide, heißt es aus dem nun von Alexander Schallenberg geführten Kanzleramt. Wohin, war nicht zu eruieren. Dieser wie jener urlaubt derzeit. Razzien hatte es im Oktober im ÖVP-Umfeld gegeben, Frischmann und Fleischmann waren betroffen. Es geht um Umfragen, die vom Finanzressort aus Steuergeld über Scheinrechnungen zum Nutzen des späteren Kanzlers finanziert worden sein sollen. Es gilt die Unschuldsvermutung. (kale)

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