Liste Fritz und Grüne gegen neue „Bettenburg“ in Seefeld

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Seefeld sieht in einer geplanten Ferienanlage eine weitere Belebung für die Gemeinde.
© Rachlé

Seefeld – Scharfe Kritik am geplanten Großprojekt am Areal des ehemaligen Campingplatzes in Seefeld übten am Freitag sowohl die Liste Fritz als auch die Grünen.

Wie berichtet, plant ein niederländisches Unternehmen auf rund 41.000 Quadratmetern eine Ferienanlage sowie einen Campingplatz. Die Gemeinde Seefeld verkauft dafür 6000 Quadratmeter Grund. „Ich kann mich über solche Projekte nur ärgern. Wir reden immer davon, dass wir einen neuen Weg im Tourismus einschlagen wollen, eben weg von der Quantität und dem Streben nach noch mehr Betten, hin zu mehr Qualität und mehr Wertschöpfung in den Regionen – und die Realität schaut dann so aus. Wieder ein Bettenmonsterprojekt, wieder Flächenfraß und wieder ein ausländischer Investor mehr“, kritisiert der grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid. In Tirol habe man nun schon oft genug erlebt, dass solche Großprojekte, finanziert von ausländischen Investoren, keinen gewünschten Erfolg für die Regionen bringen.

Gleich drei große Probleme an dem Vorhaben sieht Markus Sint von der Liste Fritz. Zum einen den Grundverbrauch. „Zweitens kann die Gemeinde beim besten Willen nicht verhindern, dass Ferienobjekte an Dritte weiterverkauft werden und so ein Investorenmodell zur Kapitalanlage bzw. zusätzliche Freizeitwohnsitze durch die Hintertüre entstehen.“ Und drittens habe Seefeld mit 23 Prozent legalen Freizeitwohnsitzen schon jetzt ein Problem. „Noch mehr kalte Betten schädigen den wirklichen Tourismus in der Tourismusgemeinde Seefeld“, stellt Sint fest.

Sowohl Sint als auch Kaltschmid kritisieren, dass die Gemeinde für das Vorhaben auch noch Wald verkauft und umwidmet. (TT)

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