Neue Plattform „geoHub“: Die Stadt Innsbruck auf Punkt und Komma

Die Stadt Innsbruck gibt auf der neuen Plattform geoHub viele ihrer Geheimnisse preis.

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So sieht die neue Plattform aus.
© geoHub/Screenshot

Von Matthias Reichle

Innsbruck – Wie viel wog das schwerste Innsbrucker Baby, das letztes Jahr geboren wurde (4840 Gramm), wie viele Menschen pendeln täglich nach Innsbruck ein (51.000) und wie viele aus (18.000) und welcher Stadtteil hat den höchsten Altersschnitt (das Olympische Dorf mit 46 Jahren)? Wer schon immer mehr über die Landeshauptstadt erfahren wollte, für den gibt es nun eine neue digitale Plattform. Das Innsbrucker geoHub wurde gestern vorgestellt, künftig sind Tausende Informationen über die Stadt interaktiv abrufbar – von der Kriminalität über Siedlungsbewegungen bis hin zum Bildungsstand und Familienstand seiner Bewohner.

In sechs Monaten Arbeit wurde die neue Plattform programmiert. „Unsere Schwäche war bisher die Kommunikation nach außen. Nur Insider fanden die Daten, die wir bereitstellen, die ein oder andere Dienststelle schöpfte die Möglichkeit nicht aus“, erklärte der Innsbrucker GIS-Referent Eckehard Ranninger, der für die Idee und Entwicklung hauptverantwortlich war.

Viele bekannte Daten wurden nun interaktiv aufbereitet. Es gibt aber auch einen ganzen Fundus an Zahlen, der bisher nicht nach außen transportiert worden ist, sagte er.

„Es liegt an jedem selbst, sich durchzuklicken“, lud auch der Innsbrucker Statistikreferent Mathias Behmann zur Entdeckungsreise ein. Insgesamt 14 Themenfelder wurden aufgearbeitet. So kann man nachschauen, wie die Wanderungsbilanz in die Umlandgemeinden ist, oder erfahren, dass die Fläche von Innsbruck fast gleich groß ist wie jene von Paris. Nur dass die Tiroler Landeshauptstadt lediglich zu 30 Prozent besiedelbar ist. Viele Daten, die sonst schwer zugänglich sind, sind so leicht zu fassen. Zusätzlich sind auf der Plattform Apps wie die Friedhofsapp oder die Covid-Quickapp abrufbar. Und es gibt so genannte Story-Maps, mit denen interessante Geschichten über Innsbruck erzählt werden können. Auch hier sei einiges in Vorbereitung.

Die Plattform geoHub soll sich in Zukunft mit immer neuen Inhalten füllen, versprach Ranninger. „geoHub zeigt deutlich, was unsere Stadt zu bieten hat. Dienststellen können sich selbst präsentieren“, zeigte sich Bürgermeister Georg Willi begeistert. Man sei hier Vorreiter und die erste Landeshauptstadt Österreichs, die so eine Plattform anbietet, zeigt er auf.

Das Projekt sei Teil der Digitalisierungsoffensive der Stadt, erklärten die Verantwortlichen. Die IT-Abteilung wird derzeit neu strukturiert, im kommenden Jahr soll außerdem der Innsbrucker Internetauftritt umgestaltet werden. Zu finden ist die Plattform unter www.innsbruck.gv.at/geohub


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