Elektrisches SUV-Coupé: Im April lanciert VW den ID.5

Nach dem kompakten ID.3 und dem Sport Utility Vehicle ID.4 bringen die Niedersachsen ein elektrisches SUV-Coupé auf den Markt.

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Die Preise sind noch nicht ganz fix: Den ID.5 wird VW voraussichtlich ab 50.080 Euro anbieten, die GTX-Version ab zirka 57.500 Euro.
© Volkswagen

Von Markus Höscheler

Wolfsburg – Was sogar schon Skoda kann, muss die Kernmarke des VW-Konzerns erst recht können: ein elektrisches SUV-Coupé entwickeln und zur Serienreife bringen. Skoda wird wahrscheinlich Anfang Dezember das entsprechende Enyaq-Derivat endlich enthüllen, Volkswagen durfte in Vorleistung gehen: Die Niedersachsen präsentierten in dieser Woche den ID.5, sozusagen eine Coupé-Ableitung des konventioneller gezeichneten ID.4. Von der Länge her gibt es keine großen Unterschiede, denn der ID.5 ist 4,6 Meter lang, fällt allerdings durch das hinten stark abfallende Dach klarerweise mehr auf.

Wie der kleinere ID.3 und der ID.4 basiert der ID.5 auf dem immer noch recht frischen modularen Elektroantriebsabbaukasten (MEB), der konzernweit die Blaupause für die neuesten Elektroauto-Generationen liefert. Beim ID.5 allerdings beschränkt sich das Leistungsangebot auf stärkere Aggregate und leistungsfähigere Akkus. Langstreckentauglichkeit gilt als das Gebot der Stunde, also baut VW in den Neuling lediglich Akkus mit einer Nettokapazität von 77 Kilowattstunden ein. Je nach Ausführung und Ausstattung liegt die Reichweite (WLTP) zwischen 497 und 540 Kilometern.

Bei den Motorversionen beschränkt sich VW auf drei Leistungsstufen: Zwei Hecktriebler mit 174 und 204 PS sowie eine Allradversion mit dem Namenszusatz GTX mit 299 PS. Bei dem letztgenannten hilft ein zweiter Elektromotor mit, was zu Fahrleistungen verhilft, die bei einem allfälligen GTI-Treffen am Wörthersee wohl Eindruck schinden könnten: In 6,3 Sekunden beschleunigt der ID.5 GTX von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h.

Nicht ganz so stürmisch sind die Basisvariante mit 174 PS und der ID.5 Pro Performance mit 204 PS – bei beiden Fahrzeugen beträgt das Nenndrehmoment 310 Newtonmeter, während der GTX auf kumulierte 472 Nm vertrauen kann.

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Der ID.5 sieht nicht nur dynamisch aus und fährt sich nicht nur entsprechend – er will sich auch im gewöhnlichen Alltag nützlich einbringen. Dafür bürgt nicht nur der großzügig bemessene Innenraum, sondern vor allem das Ladeabteil: Das Stauvolumen beträgt zwischen 549 und 1561 Liter.

So fortschrittlich sich der ID.5 nach außen zeigt, so ist er auch innen gestaltet: VW setzt primär auf Digitales, entsprechend spärlich gestreut sind Schalter und Tasten. Das Instrumentarium ist digital ausgeführt, zentral gibt es einen Touchscreen mit einer Diagonale von zwölf Zoll. Auf Wunsch offeriert VW für das neue Modell zusätzlich ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Elementen. Stolz zeigt sich VW auf die Verwendung der dritten Software-Generation, die es erlaubt, nachträglich Funktionen im Auto via Updates (over the air) freizuschalten.

Laut Volkswagen besteht kein Mangel an Fahrerassistenzssystemen – die Entwickler verweisen beispielsweise auf den Travel Assist mit Schwarmdaten, der teilautomatisiertes Fahren in Verbindung mit der Kommunikation mit anderen Vekehrsteilnehmern erleichtert. Ebenfalls hilfreich ist die Sprachbedienung mit Online-Funktionen.

Auf den Markt kommt der ID.5 im April, voraussichtlich ab 50.080 Euro (GTX: ab ca. 57.500 Euro).


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