Plus

Im Reich der Enten und Käfer: Zu Besuch in der Oldtimer-Klinik hoch über Lans

Clemens Mayr restauriert Oldtimer. Rund 300 Arbeitsstunden und 40.000 Euro sind etwa notwendig, bis ein VW-Käfer den Neuwagenzustand erreicht. Eignen sich die grauen Eminenzen trotzdem als Wertanlage?

  • Artikel
  • Diskussion
Derzeit restauriert Clemens Mayr einen Ford Modell A. Ersatzteile sind für diese Vorkriegsautos allerdings schwer aufzutreiben.
© Rudy De Moor

Von Judith Sam

Dreht Clemens Mayr den Autoschlüssel, erwartet er nicht zwingend, dass der zugehörige Motor schnurrt. Die blechernen Patienten, die der Oldtimer-Restaurator hoch über Lans betreut, sind anfangs oft etwas zickig. Bestes Beispiel: ein 300 SEL Pilato. Eine exzentrische südländische Schönheit, die in Neapel zum Leichenwagen veredelt wurde. Leicht zu erkennen an der kreuzförmigen Skulptur am Dach und der von goldenen Quasten umrahmten Liegefläche im Fond. „Darin haben wohl einige Mafiosi ihre letzte Fahrt angetreten“, sinniert Mayr, der den Kombi für einen Tiroler Bestatter überholt.


Kommentieren


Schlagworte