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12.600 Zweirad-Delikte in Tirol, 123 Biker ignorierten Dezibel-Bremse

Mit 31. Oktober endeten die Fahrverbote für zu laute Motorräder in den Bezirken Imst und Reutte. Bei 7527 Kontrollen blieb Übertretungshäufigkeit zum Vorjahr nahezu gleich. Die Zweirad-Saison in Tirol endete mit insgesamt 12.600 Delikten.

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Das Außerfern ist ein Dorado für Motorradfahrer aller Klassen. Doch wessen Maschine zu laut ist, für den ist seit 2020 das Gebiet tabu.
© Symbolofoto: zoom-tirol

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – 95 Dezibel. Das ist der – inzwischen von der EU-Kommission und auch dem Landesverwaltungsgericht bestätigte – Richtwert, nach dem die Biker ihre Ohren zu spitzen haben. Überprüfbar in den jeweiligen Zulassungspapieren der „heißen Öfen“. Wer darüber ist, kann den Zündschlüssel gleich wieder abziehen. Zumindest dann, wenn er zwischen 15. April und 31. Oktober im Außerfern auf fünf beliebten Motorradstrecken unterwegs sein will. Die bekannteste ist die Hahntennjochstraße zwischen den Bezirken Reutte und Imst.

Die Dezibel-Bremse wurde 2020 als Pilotprojekt eingeführt und heuer per Verordnung auf unbestimmte Zeit verlängert. Oberstes Ziel ist es, die Lärmsituation für die belasteten Anrainer entlang dieser Strecke zu verringern. Eine Evaluierung zeigte, dass die Maßnahmen ihre Wirkung nicht verfehlen und das Verbot auch in Motorradkreisen teils gutgeheißen wird. Umstritten bleibt es in der Szene trotzdem.


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