Verstappen weiter fehlerlos: Jetzt braucht Hamilton Beistand vom Renngott

Max Verstappen bleibt vorsichtig. Der Red-Bull-Pilot untermauert mit dem Formel-1-Erfolg in Mexiko seinen WM-Anspruch – Titelstimmung kommt bei ihm aber nicht auf. Lewis Hamilton müht sich vergeblich ab und sieht Verstappen immer mehr enteilen. Die Lehren aus dem Mexiko-Grand-Prix:

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Max Verstappen (r.) und Sergio Perez sorgten für einen mexikanischen Feiertag.
© FRANCISCO GUASCO

🟢 Verstappen lässt sich vom WM-Kurs nicht abbringen

Es war ein weltmeisterliches Manöver. Max Verstappen bremste in der ersten Kurve der Eröffnungsrunde von Mexiko so spät wie kein anderer. Der Red-Bull-Pilot überholte dann außen das Mercedes-Duo Lewis Hamilton und Valtteri Bottas. „Unglaublich, wo der Max gebremst hat", schwärmte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko. Traumwandlerisch sicher fuhr Verstappen danach seinen neunten Saisonsieg ein, der WM-Vorsprung auf Hamilton wuchs auf 19 Zähler. „Ich denke nicht an den WM-Pokal, wir müssen bis zum Ende weiterkämpfen", betonte Verstappen. Der 24-Jährige lässt mit seinen herausragenden Leistungen aber keine Zweifel daran, dass er in diesem Jahr endlich reif für seinen ersten Titel ist.

🟢 Hamilton braucht Beistand von oben

Der Red Bull mit seinem Honda-Motor ist verdammt schnell. Aktuell zu schnell für Lewis Hamilton und Mercedes. „Wir geben alles, aber im Moment ist es nicht genug, um mit ihnen mithalten zu können", räumte der siebenmalige Weltmeister nach seinem zweiten Platz ein. Schon nach dem Fünf-Sterne-Manöver von Max Verstappen in der ersten Runde hatten sich Hamiltons ohnehin nur vage Sieghoffnungen in Mexiko zerschlagen. „Wir müssen beginnen, besser zu performen und vielleicht auch auf den Renngott hoffen", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Brasilien gilt ebenfalls als Red-Bull-Strecke. Dennoch meinte Wolff vor dem nächsten Grand Prix kommende Woche in Interlagos: „Wir glauben, wir können dort ein solides Auto haben und näher an Red Bull dran sein, als wir hier waren."

🟢 Mexiko und Perez begeistern

2020 wurde wegen der Corona-Pandemie nicht in Mexiko gefahren. Diesmal waren knapp 372.000 Zuschauer am gesamten Grand-Prix-Wochenende und rund 138.000 Fans am Rennsonntag dabei. Die Stimmung war ausgelassen. „Die Fans hier sind ganz, ganz toll, total euphorisch. Es ist für uns etwas Besonderes, dabei zu sein", schwärmte Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel. Zur Hochstimmung trug auch Sergio Perez bei. Der mexikanische Red-Bull-Pilot konnte Lewis Hamilton am Ende zwar nicht mehr abfangen, er fuhr als Dritter in seiner Heimat jedoch erstmals auf das Podium. „Das ist etwas sehr, sehr Besonderes", sagte Perez. Für ihn war es der dritte Podestplatz in Serie für Red Bull.

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