Die Mobilität im Ötztal kommt in die Gänge

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Der durch Rutschungen gefährdete Teil der Leck- und Klammgalerie soll vollständig überbaut werden.
© Land Tirol

Innsbruck – Im Ötztal bewegt sich in Verkehrsfragen aktuell viel: Die Leck- und Klammgalerie werden verbunden, der Radweg durchs Tal wird stetig ausgebaut und die ersten Konzepte für die Ortsumfahrung Oetz werden ausgearbeitet. Das Land Tirol finanziert die drei Projekte mit, wie gestern in einer Presseaussendung mitgeteilt wurde.

Im vergangenen Jahr wurden die Leck- und die Klammgalerie auf der B186 nach großen Hangrutschen saniert und verstärkt, jetzt sollen die beiden Teile verbunden werden. Die Verbindungsstraße zwischen Sölden und Gurgl musste in diesem Bereich schon öfter gesperrt werden, durch die Erweiterung der Galerien um 230 Meter soll sie ganzjährig sicherer werden. Das Projekt startet im Mai 2022, insgesamt sollen die Sanierung und der Lückenschluss das Land 15 Millionen Euro kosten.

In der Umsetzung ist dafür bereits der Ötztaler Radweg. Dort wird schon seit 2016 etappenweise an der durchgehenden Route für Radlerinnen und Radler gebaut, durchaus mit Herausforderungen: Aufgrund von Engstellen im Tal wurde der Weg stellenweise auf Brücken und Unterführungen verlegt. Kommendes Jahr werden die Strecken zwischen Oetz und Sautens sowie Bruggen und Huben ausgebaut. Das Land trug bisher die Hälfte der knapp sieben Millionen Euro an Kosten.

Gleichzeitig wird dem Durchzugsverkehr im Ötztal der Kampf angesagt, unter anderem mit der Ortsumfahrung Oetz. Das Projekt, derzeit noch in Planung, soll mittelfristig eine Verkehrsberuhigung für das ganze Ötztal bringen. Aktuell werden dafür fünf verschiedene Varianten für die Trassenfindung ausgearbeitet und auf ihre Machbarkeit geprüft. Sobald die Kosten für die Varianten berechnet sind, sollen auch die Gemeinden und die Bürgerinnen und Bürger in die endgültige Projektplanung eingebunden werden. Das Land geht davon aus, dass die Pläne im ersten Halbjahr 2022 präsentiert werden können. (TT)

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